Der 8. Spieltag brachte für LSV 2 noch einmal eine weite Reise: MTV Leck am anderen Ende des schönen Bundeslandes zwischen den Meeren. Zwar galt auch für diese Anreise wieder, da sich kein Spieler auf die DB verlassen wollte, „Ereignislos und erfolgreich“, trotzdem wollten die 2,5 Stunden erst einmal bewältigt sein.

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir mit einem großzügigen Zeitpolster die Dänische Schule in Leck. Das Spiellokal war die Sporthalle der Schule und hatte entsprechend viel Raum für die Mannschaftskämpfe Leck-LSV2 und Leck-Niebül zu bieten.


(Foto: Klaus Besenthal — die letzten beiden Partien an Brett 1 und 6 liefen noch)

Der Verlauf des Kampfes war äußert spannend. Bis zur 5. Stunde war nicht klar wer die Nase am Ende vorn haben würde.
Chronologisch:
Michael und Marco einigten sich mit ihren Gegnern frühzeitig auf Remis. (Zitat Marco: „für den Mannschaftskampf strategisch gedacht“). Es folgte ein schneller Sieg von Stephan, der seinen Gegner mit einem Einschlag Sxe5 in der Eröffnung überraschen konnte, worauf ein Bauer und anschließend eine Qualität den Besitzer wechselte. Am 5. Brett bot mein Gegner mir Remis an, das ich aber guten Gewissens nicht annehmen konnte, da der Rest des Kampfes noch recht undurchsichtig war — Ecki ziemlich remislich, Dirk „Hauen und Stechen“, Klaus mit dem schlechteren Ende eines Katalanen und Thilo mit 2 Mehrbauern aber unter Druck.

Die Spannung hielt bis über die Zeitkontrolle hinaus an:
Zuerst musste sich Klaus geschlagen geben, sein Gegner hatte einen starken Königsangriff erfolgreich umgesetzt, und damit Ausgleich. Ecki war zwar nie in Verlustgefahr, fand aber auch keine Möglichkeit sein Endspiel mit Turm, Läufer und Bauern zum Vorteil zu führen.
Damit blieben zur Zeitkontrolle noch 3 Partien, die die Entscheidung bringen mussten: Dirk stand sehr kritisch, sein König immer nur um Haaresbreite am Matt oder Materialverlust vorbei. Thilo hatte sich ein sehr vorteilhaftes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Turm erarbeitet.

Thilo´s Position (Schwarz) kurz vor Ende, Weiß am Zug

Bei mir stand eine verschachtelte Bauernstruktur schon 30 Züge lang auf dem Brett und es war unklar ob wirklich noch eine Seite entscheidend durchbrechen könnte.

Christoph´s Position (Weiß) nach dem 40. Zug von Weiß

Am Ende hatten wir das nötige Schlachtenglück:
Thilo konnte zeigen, dass das Endspiel gewonnen ist. Das genaue Ende bei Dirk konnte ich nicht verfolgen, aber seine erfindungsreiche Verteidigung reichte irgendwann nicht mehr aus. Und an meinem Brett gelang mir ein Durchbruch mit entscheidendem Materialgewinn.

Kulinarisch ist der letzte Heimkampf der Mannschaft von MTV Leck auch immer eine Reise wert. Dieses Mal gab es nach getaner Arbeit ein ausgezeichnetes Chilli. Herzlichen Dank!

Auf der Rückfahrt nach Lübeck erreichten mich bereits Fragen: „Ist das mit dem Aufstieg jetzt klar?“. Früher hatte ich dazu nur ein Bauchgefühl. Jetzt gibt es das „Liga Orakel“, das auf die Nachkommastelle genau die Chancen weiß:


Quelle: Das LigaOrakel

Die Antwort ist also: Nein – es könnte noch Pferde geben, die vor einer Apotheke k…. . Nur 99,8%, und damit eben nicht 100% Aufstiegswahrscheinlichkeit.

Alles wird entschieden am letzten Spieltag.
Lübeck empfängt am 10. Mai Doppelbauer Kiel 4 zur Runde 9.

Partiefragement:

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