Sonntag, 11. Oktober, 10:30 Uhr: die ersten Spieler der 2. Mannschaft treffen im LSV Clubheim ein zum 2. Kampf der Oberliga gegen HSK 3 . Während die Verbandsliga im Nachbarraum bereits seit 10 Uhr spielt, ist noch alles entspannt. Die Ausgangslage ist klar und wird in dieser Saison noch oft so sein: Für den LSV 2 müssen Mannschaftspunkte her; das Liga Orakel sieht statistisch 4,1 Punkte bei unseren Gegnern und 3,9 Punkte beim LSV. Underdog sieht anders aus. Ein spannender Kampf mit offenem Ausgang sollte folgen.
Es kam etwas anders, allerdings dennoch mit dem vorhergesagten knappen Ergebnis:
Leider reiste HSK mit nur 7 Spielern an. Michael Ehrke konnte sich also über einen freien Tag freuen und sich ganz auf die Rolle des mitfiebernden Zuschauers konzentrieren.
Für den nächsten Paukenschlag sorgte Thilo, der mit einem Figurenopfer und anschließendem Damengewinn nach ca. 15 Zügen seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Nach nur einer Stunde stand es also bereits 2:0 für Lübeck. Ein Start nach Maß. Zu dieser Zeit stand Steffen eher besser und Dirk eher schlechter, während die anderen Partien noch keine besonderen Vorteile ergaben. Ralf bot schon mal Remis an, was sein Gegner mit Blick auf den Stand seiner Mannschaft höflich ablehnte.
In meiner Partie passierte nach einer katalanischen Standard-Variante nicht mehr viel – nach gut 25 Zügen und 3 Stunden Spielzeit einigten wir uns auf Remis. Es folgte ein Remis am Spitzenbrett, Piotr hatte nach allem was ich sehen konnte keine Schwierigkeiten mit den schwarzen Steinen.
Wie immer wurde es in der 4. Spielstunde spannend: speziell die Partie von Klaus war hart umkämpft und für den menschlichen Spieler undurchsichtig. Klaus hatte 4 Freibauern im Zentrum und am Damenflügel, teilweise weit vorgerückt, auf der Haben-Seite, während sein Gegner mit 2 Freibauern auf h2, g2 und einem extra Springer ins Endspiel-Rennen ging. Die Zuschauer waren sich nicht einig — alle 3 Ergebnisse waren möglich. Leider wählte Klaus in Zeitnot nicht den richtigen Weg und musste aufgeben, als klar war, dass der gegnerische h-Bauer einen Zug früher als Klaus freibauer mit Schach einzieht. Eine Prüfung mit Computer ergab, dass bei bestem Spiel und vielen einzigen Zügen für beide Seiten, die Stellung theoretisch ausgeglichen war. Kein Punkt für Lübeck, aber ein spannender Kampf!
Zwischenstand 3:2 für Lübeck bei einem sehr ausgeglichenen Endspiel bei Ralf, sowie 2 Partien die sich beide gedreht hatten: Dirk hatte reichlich Material mehr und musste sich noch einem Angriff erwehren und Steffen hatte für seine geopferten Bauern nicht ausreichend Angriffschancen bekommen. Durch Dirks Gewinn und anschließend den Remisschluss bei Ralf konnten wir die Zielmarke von 4,5 Punkten erreichen. Steffen kämpfte noch einige Zeit weiter, musste sich aber am Ende geschlagen geben.

Mit diesem wichtigen Mannschaftssieg geht es in die 3. Runde am 15.11. auswärts gegen Norderstedt.
Hier noch einige Impressionen aus dem Turniersaal:
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