Vorletzter Spieltag der Saison 2025/26. Die meisten Ligen und Klassen hatten ihr Programm bereits beendet. Nur noch die Landesliga und die Verbandsliga (neben der Kreisklasse A auf Ebene des Bezirks Ost) waren im Wettbewerb. Und da wir so kurz vor Ende der Spielzeit stehen, war zu erwarten, dass in beiden Ligen Vorentscheidungen über Auf- und Abstieg fallen könnten.
Da ich selbst spielfrei war, nahm ich mir die Freiheit für einen Trip nach Neumünster, um dort beim vorentscheidenden Abstiegsduell zwischen Agon II und unserer „Fünften“ zu kiebitzen.
Diese achte Runde stand allerdings frühzeitig unter einen dunklen Stern. Mit Hartmut Nehls, Michael Negele, Matthias Fenski, Martin Vogel und Axel Jacobi fehlten gleich 5 (!) wichtige Stammspieler. Trotz des Zwangs zum Ersatz fuhr man mit guten Hoffnungen in die Mitte Schleswig-Holsteins.
Ich selbst traf gegen 12.00 Uhr im Spiellokal „Faldera“ ein und ein erster Rundgang präsentierte noch nichts Besonderes. Doch in den folgenden 2 Stunden wurde meine Einschätzung immer pessimistischer, was den Ausgang dieses Wettkampfs anging.
Den Auftakt machte Horst Mentlein an Brett 2

mit einem schmucklosen Remis. Gefolgt von Frank Wirries (Brett 8)

und Thomas Rosin (Brett 7)

mit demselben Resultat.
Joachim Bergers

Stellung am Spitzenbrett war recht unübersichtlich – mit beiderseitigen Chancen (schätzte ich).
Der Jugendspieler Elia Schönrock,

der am Tag zuvor mit der LSV-Jugendmannschaft den schleswig-holsteinischen Jugendpokal holte (Glückwunsch), hatte sich mit den schwarzen Steinen eine verheißungsvolle Angriffsstellung aufgebaut.
An Brett 4 verfügte Heiko Rickert

zwar über eine Mehrfigur, doch sah sich sein in der Mitte steckengebliebener König einer heftigen Attacke ausgesetzt.
Bei Oliver Kaeding (Leichtfigurenendspiel – Brett 3)

und Andreas Teska (Turmendspiel – Brett 5)

sah es remislich aus.
Als ich nach einem kleinen Spaziergang zurückkehrte, raunte mir draußen jemand zu, dass Elia die Qualität eingestellt habe. Dem ist in der Tat so gewesen, doch statt in einem perspektivlosen Endspiel zu landen, versuchte er es (Alles oder Nichts) mit einer Königsattacke, die leider letztlich erfolglos blieb.
Auch Joachim musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Aus einer „Unübersichtlichkeit“ hatte sich bedauerlicherweise ein sehr übersichtliches und hoffnungsloses Läufer-Endspiel ergeben.
Mit einem Remis beendete auch Oliver sein Spiel.
In dieser Situation (2,0:4,0) ging Andreas in seinem Turm-Endspiel ins Risiko – und verlor.
Die Entscheidung war damit gefallen. Das letzte Unentschieden erzielte Heiko. Seine Mehrfigur musste er gegen 2 gefährliche (verbundene) Freibauern zurückgeben. Er stand danach zwar immer noch etwas besser, aber am Ende reichte es nicht zum Gewinn.
2,5:5,5 aus Lübecker Sicht.
Wie ist nun die Lage am Tabellenende?
Es wird 2 Absteiger geben, von denen der SV Bargteheide II bereits feststeht. LSV V ist zwar jetzt auf Platz 9 mit 5 P. (32) zurückgefallen – aber trotzdem gibt es noch Hoffnung, denn theoretisch sind mit
- SV Eutin 7 (32)
- SK Norderstedt II 7 (30)
- Agon Neumünster II 7 (30)
- TuRa Harksheide 6 (26)
noch vier weitere Teams „im Rennen“ um den zweiten Abstiegsplatz. Am 10. Mai trifft LSV V in Lübeck auf SK Norderstedt II. Ein Sieg wäre der sichere Klassenerhalt. Agon Neumünster II muss zum Tabellenführer Kieler SG. Die Kieler haben überraschend heute verloren und stehen unter „Siegzwang“ (wenn auch ein 4:4 wegen des Brettpunktvorsprungs reichen könnte) und TuRa Harksheide reist nach Eutin. Auch hier steht es Spitz auf Knopf.
Es wird nochmal ein echter Showdown in der Verbandsliga B!
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