Michael Negele wird am 27.März ab 19:30 Uhr einen Vortrag zum Thema „Wiederbelebung des organisierten Schachs in der BRD“ halten. Nachfolgend eine stichwortartige Zusammenfassung des Inhalts – Gäste sind herzlich willkommen!

Der Vortrag erläutert die Entwicklung und Herausforderungen des Schachs in Westdeutschland nach dem zweiten Weltkrieg bis Mitte der 1950er Jahre.
Nach 1945 war die Neuorganisation geprägt von den erlittenen Verlusten und politischen Spannungen.
- Der DSB war nach 1933 in den GDSB umgewandelt worden.
- Viele verdiente Funktionäre und jüdische Mitglieder wurden Opfer politischer Säuberungen.
- Schach wurde durch Konkurrenz zwischen GDSB und KdF politisiert.
- 1936 fand das Nazi-Schacholympia in München statt.
- Turniere wurden selbst in Kriegszeiten abgehalten, z.B. in Krakau 1941.
- Etliche Spieler emigrierten nach 1933, kehrten selten zurück.
- Displaced Persons (DPs) organisierten Lagerturniere ab 1948.
- Wichtige Spieler wie Paul F. Schmidt und Friedrich Nürnberg wanderten in die USA aus.
- Berufliche Laufbahn wurde für viele wichtiger als Schachkarriere.
- Profis wie Sämisch und Bogoljubow lebten nach 1945 am Existenzminimum.
- Schachpublizistik war zersplittert, mit mehreren Magazinen und Zeitschriften.
- Der Lübecker SV erlitt schwere Verluste durch Krieg, erholte sich aber ab 1945.
- Skandale um Funktionäre und politische Verstrickungen führte zu Konflikten.
- Innerdeutsche Spannungen zwischen Nord und Südwest beeinflussten den Schachsport.
- Die Schachbeziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland verschlechterten sich ab 1954.
- Nach 1955 gab es keine gesamtdeutschen Meisterschaften mehr.
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