Zum Auftakt der Saison 2026/27 empfing die Fünfte die Schachfreunde aus Harksheide, und es war allen Spielern klar, dass nach Möglichkeit die ersten Punkte hersollten.
Den ersten Punkt erhielten wir kampflos [Brett 2], da der Gegner von Stephan Schiebuhr nicht antreten konnte.
Nach sehr ruhig verlaufener Eröffnung, zahlreichen Abtäuschen und relativ kurzer Spieldauer einigte sich Martin Vogel [Brett 3] in völlig ausgeglichener Stellung mit seinem Gegenüber auf eine voraussagbare Punkteteilung.
Mit einem völlig verdienten, sicher erspielten Sieg [Brett 8] konnte Kirill Agaltsov bald darauf den nächsten Punkt für den LSV verbuchen: In seiner überlegen geführten Eröffnung – und Ungenauigkeiten beim Nachziehenden – kam sein Kontrahent nicht mehr zur Rochade und ging auch nicht zuletzt an seinen zahlreichen Felderschwächen zugrunde.
Den nächsten Erfolg für die Gastgeber konnte Sergej Salov [Brett 1] verbuchen:

In einem damenlosen Mittelspiel konnte er Zug um Zug seinen Stellungsvorteil vergrößern – auch ein Bauernopfer brachte dem Anziehenden keine spürbare Erleichterung – und der Anziehende musste, “mit Stellung und Bauer weniger“, im 30ten Zug die Waffen strecken.
Der Berichterstatter [Brett 7] konnte im zunächst ausgeglichenen Mittelspiel über die (von der Anziehenden selbst) geöffnete h-Linie einen vielversprechenden Angriff in die Wege leiten. Nach einem doppelten Turmopfer (für Dame + Bauer) waren die dabei entstehenden schwarzfeldrigen Schwächen auf die Dauer nicht mehr zu verteidigen.
Axel Jakobi [Brett 6] und Daniel Ihnatiev (Harksheide) lieferten sich eine eröffnungstheoretisch interessante Partie, die zu keiner Zeit die Remisbreite überschritt. Kurz nach der Zeitkontrolle einigten beide sich auf das zu erwartende Remis.
Heiko Rickert [Brett 5] konnte nach sorgfältiger Eröffnungsbehandlung im Mittelspiel seiner Gegnerin eine Bauerschwäche (Isolani auf c4) zufügen, die sich nach mehrfachem Figurentausch im Schwerfiguren-Endspiel und Bauernverlust als entscheidend erweisen sollte.
In der letzten Partie gelang es Horst Mentlein [Brett 4], sein schwierig zu behandelndes Mittelspiel nach einem Fingerfehler seines Rivalen komplett auszugleichen. Leider büßte er selbst – lediglich drei Züge später – eine Leichtfigur ein, die in eine Fesselung geriet, was den Partieverlust nach sich zog.
Entstand: 6-2 für den LSV V
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