Zum zweiten Male wurde am 24. April zu einer eigentümlichen Blitzvariante gebeten. Christoph Stäblein hatte diese Turnierform bei seinem damaligen Verein, SC Forchheim, kennengelernt.
Diese oberfränkische Turnierform führt uns in analoge Zeiten zurück. Zeiten, in denen der Liter Benzin (umgerechnet) 80 Cent kostete (was die Zeitgenossen bereits damals als „unverschämte Abzocke“ empfanden) und versucht wurde, Turniere nach Schweizer System mittels Auslosungskarten einigermaßen gerecht abzuwickeln. Helmut Kohl war Bundeskanzler und „Milli Vanilli“ stand ganz oben in der Gunst des Publikums. Es gab noch keine Computer mit Schachprogrammen und irgendwie lebte man auch.
Die Besonderheiten dieser Turnierform wurde im ersten Bericht dazu schon ausführlich beschrieben. „Man hat 3 Leben“, d.h. mit 3 Minuspunkten scheidet man aus dem Wettbewerb aus, es wird händisch ausgelost und Mehrfachpaarungen sind durchaus nicht ungewöhnlich. Insbesondere der letzte Punkt trat diesmal in einer Häufigkeit auf, die nachdenklich machte. Besonders betraf dies diesmal Peer-Rouven Trede und Leonid Markovych, die sich in den ersten vier Runden gleich dreimal mit Christoph Stäblein bzw. Thilo Koop auseinanderzusetzen hatten.

Ein Umstand, der möglicherweise künftig zu einer kleinen Änderung führen wird: Keine Paarungs-Wiederholungen in den ersten beiden Runden. Wohltuend machte sich die verkürzte Bedenkzeit (3 Min. + 2 Sek) bemerkbar, die eine ansonsten ausufernde Turnierlänge in Grenzen hielt – trotzdem endete das Turnier erst nach 23.00 Uhr. Am Ende waren es einmal mehr zwei Spieler, die das Rennen unter sich ausmachten: Marco Frohberg und der Sieger der Erstausgabe Steffen Neutsch.
Letzterer war es auch, der Marco zum Schluss mit einem Remis eliminierte und damit erneut als Gesamtsieger vom Platz ging.

Den vollständigen Turnierablauf kann man der folgenden Tabelle entnehmen:
Jeder, der nach dem Verlust seines „dritten Lebens“, das Turnier verlassen musste, durfte sich am Preistisch bedienen.

Ich denke, wir werden auch im zweiten Halbjahr diesen Spaß in unser Veranstaltungsprogramm aufnehmen.
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