Lockere Übung in Bargteheide

Der Mannschaftskampf gegen die II. Mannschaft des SV Bargteheide nahm einen äußerst günstigen Verlauf für unser Team.
Nach einigen Abstimmungsproblemen (Wer fährt von wo mit wem?) waren wir mehr als zeitig zu siebt im sehr schönen Schulforum –
wunderbare Spielbedingungen, obwohl drei Bargteheider Mannschaften Heimspiel hatten. Elia Schönrock traf kurz nach Start des Wettkampfes mit seiner Mutter ein, somit waren wir komplett.
Der Gastgeber (Tabellenletzter mit 0 Punkten) musste hingegen erneut ein Brett (diesmal das erste) freilassen.
Also kam Hartmut Nehls zu einem kampflosen Sieg gg. Anton Brodmann.

Somit durfte ich (MN) mich mit dem nominellen Brett 1, Matthias Thanisch, messen. Rasch ergab sich ein holländischer Stonewall ohne c6. In Zug 6 wurde der Springer-Ausfall Se4 „erprobt“ statt wie gewöhnlich zu rochieren. Das war eigentlich ein Bauerneinsteller, doch Weiß traute sich nicht, den Läufer g2 auf d5 herzugeben. Danach ging die Partie in „normale Bahnen“ über, Schwarz hatte vollen Ausgleich. Doch Weiß wollte mehr und stellte die Qualität ein.  Zwar gab es noch ein paar Drohungen auf den schwarzen Feldern, schließlich konnte ich unter Turm- und Damen-„Scheinopfern“ in ein völlig gewonnenes Endspiel abwickeln. Partie siehe unten.
Zuvor hatten schon unser Brett 8, Axel Jakobi (mit dem Fajarowicz-Gambit 1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Se4) gg. Sven Heft und Brett 5, Martin Vogel (mit 1.e4 c5 2.d4 cxd4 3. Dxd4 Sc6 4.Dd3) gg. Claudia Münstermann rasch gewonnen. Beide haben mir ihre Partien überlassen, herzlichen Dank dafür.
Unser Youngster, Elia Schönrock, geriet an Brett 6 gg. Lennart Wollenweber nach guter Eröffnung (1.c4 e5 2. Sc3 Sf3 3.g3 Lc5 4.Lg2 0-0) durch allzu taktische Manöver in eine verdächtige Stellung und büßte einen Bauern ein. Doch Elia kämpfte sich mit dem Läuferpaar zurück und erreichte mit Mehrbauer (!) ein Remis der Stärke.
Also war das 4,5 -0,5 schon gesichert, zudem setzte unser Brett 7, Thomas Rosin, seine überlegene Stellung in einem Colle/Zukertort-Aufbau gg. Peter Späte ebenfalls ohne Probleme um. Da auch Horst Mentlein an Brett 3 in einem spannenden Königsindisch (Sämisch-Angriff) völlig ungefährdet gegen Friedrich Overschilp ein Remis sicherte, schien lediglich unser Brett 4, Heiko Rickert, den Punkt in Bargteheide zu lassen. Doch in beiderseitiger hoher Zeitnot verkalkulierte sich sein Gegner Daniel Schmidt und wickelte falsch ab.
In der Stellung W: Kg1, Tb7, Bb2, g2, h3; S: Kg8, Le5, Bc3, g6 h7 kam nämlich nicht cxb2 (wohl mit Remis), sondern c2! – und Weiß musste aufgeben.

Am Ende konnten wir uns noch ein wenig in unserem Erfolg „sonnen“.

]Zufriedene Gesichter in Bargteheide (Elia war schon nach Hause gefahren).

Mit 7-1 ein etwas zu hoher Sieg, aber wir können die Brettpunkte gut gebrauchen.
Noch sind wir nicht gerettet, zwei weitere Punkte müssen her.

Hier nun drei durchaus sehenswerte Partien:

Es folgen die beiden Partien von Martin und Axel mit leichter Kommentierung von MN:

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