Im vorletzten Heimspiel der Saison hatten wir die dritte Mannschaft von Doppelbauer Kiel zu Gast, gegen die wir unbedingt punkten mussten.

Den frühen Rückstand (Jonas Hieke, Brett 3) konnte einige Zeit später Vyacheslav Berdichevskiy (Brett 1) zum 1:1 ausgleichen, der nach dem Gewinn eines zweiten Bauern am Ende des Mittelspiels zusätzlich noch die offene Königstellung des Gegners erfolgreich ausnutzen konnte.

Erneut ins Hintertreffen gerieten wir, nachdem Jörg Bohner (Brett 2) in hochgradiger Zeitnot unmittelbar vor der Zeitkontrolle nach einem [eigenen!] Schachgebot in ein nicht mehr zu verteidigendes Endspiel geriet. Dabei hätte er – worauf er nach der Partie mit Bedauern hinwies – nach [!] der Rochade des Kielers im 16.Zug mit einem Turmopfer auf f7 diesen in große Schwierigkeiten und sich selbst auf die geliebte „Taktikschiene“ bringen können.

Martin Herrnkind (Brett 4) einigte sich mit seinem Gegenüber auf eine Punkteteilung – zu dieser Partie fehlt mir leider jede weitere Information.

Zum 2,5:2,5 Zwischenstand sorgte „Punktegarant“ Sergej Salov (Brett 8), der seinen Gegner mit Ruhe, Geduld und Übersicht im Endspiel vor nicht mehr zu lösende Probleme stellte, so dass dieser seinen Widerstand aufgab.

Oliver Kaeding (Brett 5) – vielen Dank an dieser Stelle für die Bereitschaft, in der 4.MS auszuhelfen! – gelang es als Nachziehendem, am Ende des Mittelspiels eine völlig ausgeglichene Stellung zu erreichen, so dass einer friedlichen Lösung nichts mehr im Wege stand.

Das nächste Remis vereinbarten Stephan Lübeck (Brett 7) und sein Kieler Spielpartner – auch zu dieser Partie liegt mir leider keine Information vor.

Die längste Partie mit gut fünfeinhalb Stunden lieferten sich Schahin Ziaeian und der Berichterstatter (Brett 6). Am Ende des Mittelspiels und nach 2 Ungenauigkeiten fand sich Letzterer in einer Stellung mit 2 Minusbauern wieder, was einer Verluststellung mehr als nur nahe kam. In beidseitiger, hochgradiger Zeitnot griff der Kieler allerdings fehl und büßte die Qualität plus den zweiten Mehrbauern ein. Das Turm-/ Springerendspiel [bei 3 gegen 4 Bauern] vermochte der Lübecker jedoch auch nach gut 100 Zügen nicht in einen Sieg umzusetzen, so dass diese Partie und damit auch der MS-Kampf unentschieden ausging.

Endstand: 4:4

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