Ein neues, frisches Jahr ist da und wie könnte man besser in ein solches starten, als mit einem Schachturnier in angenehmer Atmosphäre. Auf der Suche nach einem entsprechenden Event bot sich die Deutsche Schach Amateurmeisterschaft an. Vor dem Finale im Juli in Dresden stehen bzw. standen noch Potsdam, Ingolstadt, Hannover, Travemünde und Magdeburg auf dem Programm.
Unmittelbar nach Jahreswechsel lockte die preußische Residenz- bzw. Brandenburgische Hauptstadt Brandenburgs (02. – 04,01.026). Also machten wir, d.h. neben dem Berichterstatter noch Oliver Kaeding und Jens Maly am Neujahrstag uns über die A20, A14, A 24 und A 10 auf den Weg. Frühzeitig hatte Oliver uns ein Übernachtungsquartier im Holiday Inn („The Niu“) zu wohlfeilen Kosten organisiert.

Vor Ort war zu erfahren, dass noch ein LSV-Teilnehmer dabei war. Tim Eichler, der zu dieser Saison vom SV Bad Oldesloe zu uns gestoßen war, um sowohl am LSV-Training als auch den Jugendligaspielen zu partizipieren. Es gab, so könnte man sagen, sogar eine Nr. 5. Genauer gesagt ein Ex-LSVer. Stephan Ziska, eine Legende aus Stavenstraßen-Zeiten gesellte sich dazu.

Hier ein Video mit einem unerwartet auftretenden Überraschungsgast.

Austragungsort war das Kongresshotel am Templiner See. Ein fast unüberschaubarer Koloss wurde dort, wo Graf Zeppelin eins seine Luftschiffe baute, nach der Wende errichtet. „Ein Ort der Begegnung mit Raum für Business, Wohlbefinden, Erlebnis, Genuss und Spaß“ – wie es auf der Webseite heißt.

Auch das für ein erfolgreiches Turnier nicht ganz unwichtige Umfeld stimmte, wie die DSAM-typische Obstpräsentation, (wenn auch diesmal ohne Bananen), ein Tresenangebot mit Snacks und Getränken und natürlich die Analyseunterstützung nach Partieende durch GM und IM, wie z.B. durch GM Robert Rabiega und IM David Lobzhanidze.

Noch am gleichen Abend gab es das übliche vorgeschaltete 7-rundige Blitzturnier, an dem 140 Teilnehmer Platz nahmen.

Darunter Oliver und ich. Jens beschränkte sich darauf, unsere Leistungen kritisch zu beäugen. Besonders viel wurde nicht von uns gerissen. Allerdings so schlecht auch wieder nicht. Oliver kam auf 4, ich auf 3 Zähler. Oliver wusste dabei überzeugend vorzutragen, dass man in einem K/T gegen K/L – Endspiel dem Gegner so lange auf den Geist gehen muss, bis dieser seinen Läufer einstellt…

https://s1.chess-results.com/tnr1326831.aspx?lan=0

Anderentags begann dann das „richtige“ Turnier in 7 (A – G) Leistungsgruppen. Jede Gruppe im eigenen Spielsaal. Wollte man mal bei den Kollegen zwischendurch kiebitzen, waren längere Fußmärsche einzuplanen und diese bei der Zeiteinteilung rechnerisch zu berücksichtigen.

Oliver spielte in der Gruppe B,

ich in der Gruppe D (wo auch Tim Eichler einsortiert war) und

Jens in der Gruppe E.

Spätestens als das DSAM-traditionelle „One night in Bangkok“ aus dem Musical „Chess“ durch die Gänge klang, hieß es, am Spieltisch Platz zu nehmen.

Die Runden starteten ab Runde 2 bereits um 9.00 Uhr. Das bedeutete für uns eine relativ kurze Nachtruhe, da zeitlich noch Frühstück, Fahrzeit, Parkplatz usw. zu berücksichtigen war, wollte man nicht auf den abendlichen Absacker an der Hotelbar verzichten – aber das kam selbstverständlich überhaupt nicht in Frage!

Nach 5 Runden waren alle Messen gelesen. Die gesamte Organisationscrew präsentierte sich nochmal.

Dann konnten Sieger und Qualifizierte gekürt werden. In diese Kategorie kam keiner von uns und so richtig hatte das auch niemand von uns erwartet.

Oliver hatte einen guten Start und kam auf 2 Punkte. Jens ein starkes Finale (1,5 P.). Ich selbst haderte etwas mit meinem Schicksal. Nach 4 Runden kam ich (ebenso Tim) auf 2,5 Zähler und hatte als Weißer in einem „Franzosen) folgendes Stellungsbild erreicht:

Unüberlegt und in Vorfreude auf die baldige Aufgabe meines Gegners spielte ich Tfh1 (??) und sackte nach De1+ zusammen. Was für eine Enttäuschung. Was für ein Pech oder besser: welche immense Dummheit meinerseits.

Egal, es waren 4 tolle Tage, die uns viel Spaß machten. Nicht zu vergessen das kulinarische Umfeld. Mit dem Italiener „Al Dente“ hatten wir einen echten Zufallstreffer gelandet. Wirklich eine Empfehlung.

Fazit: Das Turnier machte wirklich Lust auf mehr. Gut möglich, dass auch 2027 in unserer Turnierplanung steht und vielleicht sogar in einer größeren LSV-Truppe als 2026.

(Fotos: ES, DSAM, S. Ziska)

Views: 142

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert