Am 17.Oktober beginnt das 43te Münsterland Open und der einzige Lübecker Teilnehmer wird wieder fleißig bloggen 🙂 Das Münsterland-Open besteht aus drei Turnieren, die nach Wertungszahlen getrennt sind. Aufgrund meines Ergebnisses beim Lichtenberger Sommer habe ich nicht mehr die Option, beim B-Open mitzuspielen, aber das hätte ich wahrscheinlich sowieso nicht getan. Einige Titelträger haben sich angemeldet, und ein paar Namen auf der Teilnehmendenliste kommen mir bekannt vor, so dass einer schönen Schachwoche nichts mehr im Weg steht!
Vorbericht
Die Anreise mit dem Auto gestaltete sich etwas zäh – fast fünf Stunden für knapp 400 Kilometer, dafür waren die Rastplätze hoffnungslos überfüllt. Normalerweise fahre ich mit dem Auto auf der A1 maximal bis zum Horner Kreisel, und jetzt weiß ich auch wieder, warum…
Auf meiner Fahrt kam ich an einem Ort mit dem Namen „Wallenhorst“ vorbei. Das weckte Erinnerungen an ein 24-Stunden-Blitzturnier in Dortmund Anfang der 90er Jahre, an dem diverse Lübecker teilgenommen haben. Meine Mannschaft bestand aus Kai Tawakol, Marc Michaelis und mir, der eine oder andere LSVer wird sich an die beiden erinnern. Als wir damals an der Ausfahrt mit dem bereits erwähnten Namen vorbeikamen, erklärte mir Kai, dass er einen Freund hat, der in der Wallenhorster Straße in Wallenhorst wohnt und der genau wie sein Vater und sein Großvater Horst Wallenhorst heißt. Damals habe ich ihm geglaubt, aber mit dem Abstand von 35 Jahren bin ich inzwischen der Ansicht, dass er nach 24 Stunden ununterbrochenen Schachspielens nicht mehr ganz Herr seiner Sinne war. Hier noch ein Bild des Autos, mit dem wir das Abenteuer damals bestritten haben:

Runde 1
Vor der Runde gab der Turnierleiter Finn Petersen einige Details der Turnierbestimmungen bekannt. Man kann in den ersten sechs Runden ein sogenanntes Bye nehmen, also einen kampflosen halben Punkt, eine Remisvereinbarung vor dem 30ten Zug ist unzulässig (sogenannte Sofia-Regel), es wird nach dem beschleunigten Schweizer System und speziell nach der Baku-Methode gepaart. Das führte dazu, dass ich am dritten Brett spielen durfte bzw. musste, obwohl ich an 25 gesetzt bin und damit der oberen Hälfte angehöre. Mein Gegner war IM Jasper Holtel, der für Doppelbauer Kiel spielt und vor einer Woche in Lübeck zu Gast war. Ich stand während der gesamten Partie immer etwas schlechter, war aber nach meinem Dafürhalten nicht weit vom Ausgleich entfernt, bis ich dann im Endspiel einen Fehler beging, nach dem die Partie sofort verloren war.
In der zweiten Runde geht es gegen einen jungen Schachfreund aus Japan, der vor drei Jahren Stadtmeister von Tokio war, wobei „Stadtmeister“ vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck ist in Anbetracht der Einwohnerzahl der Hauptstadt Japans.
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