hat begonnen! Am 10.Oktober um 14 Uhr gaben die beiden Schiedsrichter Rüdiger Schäfer und André Sterley die Bretter frei, und im Beichtsaal im schönen Hansemuseum wurden 16 Schachuhren in Gang gesetzt. Vorher gab es noch ein Grußwort des Lübecker Stadtpräsidenten Henning Schumann, über dessen Besuch wir uns sehr gefreut haben!

Auf der einen Seite des Saales saßen die Mannschaften aus Wolfhagen und Kiel, auf der anderen Seite die aus Lübeck und Hamburg. Gegen den HSK haben wir in der Vergangenheit schon sehr oft gespielt, in der Regel war dabei die Mannschaftsnummer der Hamburger um eins höher als unsere, und so war es auch dieses Mal: Die Paarung lautete LSV I – HSK II, wir waren also formal die Heimmannschaft und hatten daher Schwarz an den ungeraden Brettern. Im Durchschnitt hatten wir knapp 50 ELO-Punkte mehr (2402 gegenüber 2355), aber ELO-Zahlen alleine gewinnen bekanntlich keine Schachpartie…

Unser Neuzugang Raj Tischbierek konnte am achten Brett relativ schnell gewinnen, aus meiner Sicht ein verdienter Sieg nach einer ungewöhnlichen Eröffnungsbehandlung durch unseren GM.

Danach wurde sehr lange keine Partie beendet, während die Schachfreunde aus Wolfhagen im anderen Kampf einen Sieg nach dem anderen einfuhren und am Ende mit 7-1 gewannen.

Den zweiten verdienten Sieg konnte unser zweiter Neuzugang Raphael Lagunow gegen einen Königsinder mit …Sc6 und …e5 erzielen.

Jonny Hector, Levi Malinowsky und Bruno Engel remisierten. Justus Sommer setzte sich sehr lange zur Wehr, musste am Ende aber doch die Waffen strecken.

Damit stand es 3,5-2,5 und es spielten nur noch Julijan Plenca und unser dritter Neuzugang Jan Gustafsson.

Julijan stand zwischendurch deutlich schlechter, konnte sich aber befreien und in der Zeitnotphase durch einen taktischen Trick Material gewinnen, wonach das Endspiel Dame und Bauer gegen Turm und Bauer entstand, in dem Weiß anscheinend eine Festung aufgebaut hatte. Ob die Stellung doch nur scheinbar eine Festung war oder ob der Weiße das Eindringen des schwarzen Königs in seine Stellung hätte verhindern können, entzieht sich meiner Kenntnis, am Ende konnte Julijan einen wichtigen Sieg verbuchen.

Die abschließende Niederlage von Jan, der genau wie sein Gegner die Bedenkzeit voll ausreizte und am Ende noch etliche Züge auf Inkrement spielte, war deshalb glücklicherweise nicht mehr von Bedeutung.

Am Sonntag geht es gegen die ukrainisch-kasachische Mannschaft aus Wolfhagen, die nach Aussage ihres Mannschaftsführers den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga anstreben. Wenn beide Mannschaften in derselben Aufstellung antreten wie heute, sind wir im Durchschnitt 100 ELO-Punkte schwächer, aber ELO-Zahlen alleine verlieren bekanntlich keine Schachpartie…

Beginn ist um 10 Uhr, vielleicht kommt der eine oder andere Lübecker nach seinem Ligaspiel im Beichtsaal vorbei, um am Abenteuer 2.Bundesliga teilzuhaben.

DSB-Ergebnisdienst

Die folgenden Bilder stammen alle von Jan-Hendrik Plackmeyer – vielen Dank dafür!

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