20. OSEM SH in Büsum 24.09. bis 02.10.2026, zugleich eine Bilanz

Liebe Schachfreunde,
für die beliebte Offene Senioren Einzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein in Büsum in ihrer 20. Auflage Werbung zu machen, hieße „Eulen nach Athen“ oder „Möwen nach Büsum“ tragen. In vier Tagen geht es wieder los, gespielt wird im Watt´n Hus, Freizeit- und Informationszentrum
Südstrand 11 25761 Büsum.

Persönliche Anmeldung im Spiellokal am 24.09.2026 von 10.00 Uhr – 14.00 Uhr,
Begrüßung um 14.45 Uhr, 1. Runde 15.00 Uhr, alle weiteren Runden jeweils 10.00 Uhr
die Wartezeit gem. FIDE-Regel 6.7.1 beträgt 30 Minuten
Spielberechtigt: Jg. 1971 (w) oder Jg. 1966 (m)
9 Runden Schweizer System 90 Minuten / 40 Züge, anschließend 30 Minuten / Rest der Partie + 30 Sekunden ab dem 1. Zug
Das Turnier wird nach ELO und DWZ ausgewertet.
Der Anmeldestand https://osem.schachverband-sh.de/images/Turniere/OSEM/2026/OSEM-SH%202026%20-%20Anmeldestand.pdf
ist beeindruckend, derzeit stehen 231 Ü60 / Ü55 SchachjüngerINNEN in der Liste. Somit könnte es eng werden im Watt´n Hus …
Kurzfristig Entschlossene des LSV können bei Gerhard Ihlenfeldt (mobil: 0179 / 76 03 569) anfragen, ob noch was geht.

Mal sehen, wie es bei diesem „Heimspiel“ für den LSV läuft, es sind ja immerhin mit Oliver Kaeding, Hartmut Nehls, Wolfgang Schwerdtfeger und „Ede“ Stomprowski vier weitere Lübecker dabei.

Meine Bilanz in den beiden Seniorenturnieren, an denen ich in diesem Jahr teilnahm, ist eher durchwachsen:
Vom 27.05. bis 04.06. 2026 spielte ich in der Gruppe Ü65 des vom  Förderkreis der Senioren e.V. organisierten Chess Classics in Bad Neuenahr. https://lsv1873.de/2026/02/17/bad-neuenahr/

Die Spielbedingungen im wunderbar wiederhergestellten Kursaal waren trotz „tropischer“ Außentemperaturen hervorragend, das Ü50 Turnier (nur 28 Teilnehmer) hätte eine höhere Beteiligung verdient gehabt. In meiner Gruppe waren immerhin 76 SpielerINNEN am Start, bei den Nestoren (Ü75) starke 51. Hier geht locker mehr, vielleicht wirkt das relativ hohe Startgeld etwas „abschreckend“.

Als Nr. 4 der Startliste startete ich mit 2 aus 2 und konnte in Runde 2 eine recht gut gespielte Partie gegen den Eppinger (früheren Tübinger) Ulrich Gass gewinnen. Dann geriet zunehmend „Sand ins Getriebe“, bis Runde 7 ereilte mich ein ungewohnte Remisserie. Dabei hatte ich in der 6. Runde großes Glück, dass mein ehemaliger Aachener Studien-Kollege Paul Stümer seine klare Gewinnstellung in ein Dauerschach ummünzte. Das hätte mir eine Warnung sein sollen, doch gegen den Engländer Tim R. Spanton (ELO 1911) wollte ich es wissen, aber dazu war meine Kondition nicht ausreichend. Ein unzureichender Gewinnversuch endete in einem Debakel. Immerhin gab es in Runde 8 gegen den Ex-Lübecker Rüdiger Drews nochmals einen Sieg, doch die anvisierten 6 aus 9 wußte mein Gegner der letzten Runde gezielt zu verhindern. https://s2.chess-results.com/tnr1425373.aspx?lan=0&art=4&turdet=YES&SNode=S0
Mit 5,5 aus 9 war es kein schlechtes Turnier, aber auch kein gutes …
In 2027 findet das Chess Classics vom 18.05. bis 26.05. an gleichem Ort und unter annähernd gleichen Bedingungen statt.
https://www.foerderkreis-chess-classics.de/

Ähnlich gute Spielbedingungen, aber ein viel stärkeres und größeres Teilnehmerfeld (230 zu Beginn) verzeichnete die 38. Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft in der Gruppe Ü65.
Diese SEM fand im Rahmen des Dresdener Schachgipfels vom 17. bis 26. 07. 2026 statt. https://www.schachgipfel.de/
Das Internationalen Congress Center (ICC) wie das unmittelbar benachbarte Maritim lagen ideal, die fußläufig zu erreichenden Restaurants ebenfalls.

Mit Startplatz 30 glaubte ich eine deutlich bessere Ausgangslage als in Bad Neuenahr zu haben, aber diese war nach einem totalen Blackout in Runde 2 „perdu“. https://s1.chess-results.com/tnr1461767.aspx?lan=0&art=0&turdet=YES&flag=30&SNode=S0
Immerhin konnte ich mich mit einem schön herausgespielten Sieg in Runde 5 nochmals meinen erneut angestrebten 6 aus 9 annähern, doch kostete mich die ominöse 7. Runde die Aussicht auf ein gutes Turnier. Nach dem etwas enttäuschenden Remis nach gut vier Stunden (das kurioserweise Lichess als Niederlage buchte) war die Luft raus und ich rettete mich mit zwei Kurzremisen ins Ziel.
https://s1.chess-results.com/tnr1461767.aspx?lan=0&art=1&turdet=YES&flag=30&SNode=S0
Also wieder „nur“ 5,5 aus 9 und Platz 34 bis 60, durchaus in guter Gesellschaft. Gewonnen hat im Ü65 der Favorit GM Rainer Knaak mit 8 aus 9 vor IM Joachim Brüggemann (7,5) und FM Stefan Bücker (7), was mich als „alter Kaissiber-Mitarbeiter“ besonders erfreute.
Fazit: Dresden war in punkto Schach und Geselligkeit ein Highlight, für Letzteres waren in erster Linie meine Leverkusener Freunde zuständig.

Doch es waren auch andere Lübecker am Start …

Abschließend auch aus diesem Turnier drei spannende Partien, insgesamt war ich mit der Qualität meines Spiels deutlich zufriedener als in Bad Neuenahr.

Insgesamt scheinen Seniorenturniere für mich eher „problematisch“, denn die Teilnehmer sind ehrgeizig und erfahren, aber gegen einen nominell Stärkeren gerne mit einem Remis zufrieden. Muß also konsequent am „Abbau“ meiner ELO-Zahl arbeiten.

 

 

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