Okay, das Beitragsbild ist etwas übertrieben. Ganz so alt waren die Teilnehmer der diesjährigen Bezirks-Seniorenmeisterschaft am 29.08. nun doch nicht. Der Eutiner Schachverein hatte auch in diesem Jahr die Ausrichtung übernommen, die vom Seniorenbeauftragten Oliver Scharf organisiert wurde. Zwar war mit Viktor Polischuk (SK Norderstedt) der Titelverteidiger nicht dabei, doch war insgesamt die Veranstaltung diesmal deutlich stärker besetzt als im Vorjahr.

Vom LSV hatten sich neben dem Berichterstatter noch Philipp Eitel, Andreas Hein, Horst Mentlein und Wolfgang Schwerdtfeger im Riemannhaus eingefunden. Der ausrichtende Eutiner SV stellte mit zehn Teilnehmern nicht nur den größten Anteil, sondern zumindest mit André Becker und Volker Gülke neben Wolfgang Krüger (Möllner SV), Andreas Hein (LSV) und vielleicht noch andere, die immer wieder mal für Überraschungen gut sind, die Favoriten.

Vor Ort wurde ich bereits sehnsüchtig von der ungeduldigen Teilnehmerschaar erwartet. Weniger wegen meiner schachlichen Qualitäten oder ähnlicher Positiva, sondern weil ich wohl als Einziger mit dem Swiss-Chess-Programm vertraut war. Leider ließ sich die DSB-Datenbank nicht aufrufen und alle Teilnehmer mussten von mir händisch in das System eingetragen werden.

Sieben Runden a 15 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement galt es möglichst unfallfrei zu überstehen. Zwischendurch gab es eine Mittagspause von etwa 30 Minuten und man konnte sich mit Würstchen und Kartoffelsalat stärken.

Am Ende kam es so wie vermutet. Mit 5,5 Punkten wurde André Becker Wertungssieger vor Wolfgang Krüger mit gleicher Punktzahl.

Hier die Beiden in einem Pausengespräch.

Der dritte Platz ging an Volker Gülke, der eigentlich zunächst gar nicht mitspielen wollte und sich dann doch ans Brett setzte, damit es keine Freilose gab.

Soweit es André selbst betraf, gab es bei der Siegerehrung einige Irritationen, die was mit den Kategorien Ü 50 und Ü 60 zu tun haben. Zur Klarstellung lassen wir unsere Seniorenreferenten selbst zu Wort kommen:

André Becker hat sportlich das Turnier gewonnen. Trotzdem durfte er nicht um die „großen“ Preisgelder spielen, weil diese nur an die Spieler vergeben werden, die 1966 oder früher geboren wurden (in Anlehnung an die Landesspielordnung der Senioren im SVSH).“

Lassen wir das mal so stehen.

Philipp Eitel (4,5 P.) kam auf Platz 5 ein und war überraschenderweise (?) damit erfolgreichster Spieler des LSV.

Und noch ein Preis ging an den LSV. Den Nestorenpreis für Ü 75-Spieler sicherte sich Horst Mentlein.

Hier zum Abschluss noch der Tabellenendstand

Und ein Gruppenfoto, leider ohne den Gesamtsieger. André Becker musste früh das Spiellokal aufgrund anderer Verpflichtungen verlassen.

Von links nach rechts: Rüdiger Richter, Wolfgang Krüger, Volker Gülke, Ede Stomprowski und Oliver Scharf

Weitere Informationen und Bilder beim Schachverband-SH.

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