Richtig Freude kam bei den Spielern der Lübecker Mannschaft an diesem Tag nicht auf. Im Nachhinein schwer verständlich, ist der lang ersehnte Aufstieg in die Oberliga doch geschafft. Aber mit Ruhm bekleckert haben wir uns an diesem Tag nicht:
4 Punkte sollten es sein um den Aufstieg vollständig aus eigener Kraft zu schaffen. Denn theoretisch waren wir durch Flensburg noch auf der Zielgerade überholbar, wenn wir die letzte Runde gegen Kiel noch verlieren und Flensburg entsprechend hoch gewinnt.
Mit einem der üblichen Stammspieler weniger in der oberen Hälfte der Aufstellung (Michael und Andreas waren verhindert), rückten wir an den Brettern auf. Zunächst gab es wieder 2 kurze Remis: diesmal Stephan und Christoph. Es folgte eine Niederlage bei Marco, der beherzt auf Angriff spielte, dabei aber zu viel Material liegen ließ.
Die anderen Bretter nach 3 Stunden Spielzeit: Dirk vielversprechend, Klaus mit einem sicheren Bauern mehr, Thilo musste sich vor dem weißen Angriff in ein Turmendspiel mit Minusbauer retten, Andreas Hein ebenfalls mit Minusbauer und Ecki im wesentlichen ausgeglichen. Tendenz: irgendwas nahe bei 4:4 .
Als erster konnte Dirk eine starke Leistung mit Matt krönen und damit den Ausgleich herstellen. Hier die Partie zum nachspielen:
Thilo´s Turmendspiel wurde von seinem Gegner stark behandelt („Türme hinter die Freibauern“). Auch alle Gegenwehr half nichts, Turmendspiele sind doch nicht immer Remis.
Im Gegenzug gewann Klaus und zeigte damit als einer der fleißigsten Punktesammler von LSV2 seine Klasse. Damit Ausgleich 3:3 . Hier ein Auszug aus der Partie:
Ecki und Andreas mussten die Entscheidung ausspielen: Zunächst konnte Andreas Remis halten durch passives abwarten. Sein Gegner unternahm Gewinnversuche konnte aber nicht durchdringen. Für mich bleibt unklar, ob ein Gewinn möglich war. Leider erwischte Ecki einen schwarzen Tag und verlor seine ausgeglichene Stellung noch.
Endstand 3,5 : 4,5

Dann begann das Warten — bis 17 Uhr war nicht klar was in Flensburg lief. Es blieb das Restrisiko, dass Flensburg 7,5-0,5 gewinnt und mit Berliner Wertung die Nase vorn hat. Klar, ist eher unwahrscheinlich, aber wer mag sich schon freuen, wenn es noch eine Unsicherheit gibt. So war der Aufstieg erst klar, als die meisten Spieler bereits zu Hause waren.
Nicht nur hatte Flensburg nicht hoch gewonnen, sondern genauso knapp wie LSV2 verloren.
Damit gibt es in der Landesliga nächste Saison nur noch eine Lübecker Mannschaft, denn mit dem Sieg von Kiel gegen Flensburg liegt LSV 4 auf dem vorletzten- und damit Abstiegsplatz. Meine Erfahrung seit 2018 beim LSV reicht nur für eine Saison zurück, in der nur eine Mannschaft aus Lübeck in der Landesliga dabei ist.

Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Oberliga!
Dank an Ulrich, der fleißig fotografiert hat: Fotos von Runde 9
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