Die Spannung war greifbar — auf beiden Seiten. Flensburg – Lübeck 2, wie zur Eröffnung des Kampfes durch den Flensburger Mannschaftsführer, Dirk Maleska, angekündigt, war aktuell das Spitzenspiel der Landesliga. An der Tabellenspitze trennten beide Mannschaften nur 0,5 Brettpunkte. Der Lübecker Kapitän zeigte den Respekt vor Flensburg durch Aktivierung von starken Spielern bis zum letzten Brett. Flensburg musste dagegen auf 2 starke Spieler verzichten, da am selben Tag die dänische Liga spielte und für die beiden betroffenen Dänen verständlicherweise die Heimatliga Vorrang hatte.
Genauso war auch die freundschaftliche Atmosphäre greifbar — hatten uns doch die Flensburger angeboten erst um 11 Uhr zu starten — so ging unsere Fahrt aus Lübeck erst zur christlichen Uhrzeit von 8:30 Uhr los. Über die Fahrt gibt es traditionell nix zu berichten — sie war 2 Stunden lang und erfolgreich.
Als erster war Michael Ehrke mit einem Remis zufrieden; mit Schwarz gegen Frank Schwarz vollkommen verständlich.
Ich kann nicht genau sagen, in welcher Reihenfolge die nächsten Ergebnisse fest standen: Andreas Hein hatte den Materialvorteil von 2 Läufern gegen Turm eingesammelt, der oft nicht nach viel klingt wenn ich meinen Grundschülern den Wert von Figuren erkläre, aber speziell die 2 Läufer verhalten sich gegenüber einem Turm fast wie eine Mehrfigur. Andreas konnte mit einem Mattangriff abschließen. Probleme hatte allein Andreas Ilgner, der die einzige Niederlage der Lübecker in einer wilden Partie früh quittieren musste (siehe Notation weiter unten). Stephan trennte sich mit Dirk nach Stellungsvereinfachungen Remis, ohne dass ich zu irgendeiner Zeit einen Vorteil für eine Seite ausmachen konnte.
Auf die Siegesstrasse brachten uns dann Thilo und Klaus. Thilo war mit einem Mattangriff erfolgreich, trotz reduziertem Materials und Klaus konnte eine sehenswerte Taktik aufs Brett bringen (siehe Notation weiter unten).
Es blieben 2 Partien übrig, nach nur etwas mehr als 3 Stunden Spielzeit beim Zwischenstand von 4:2 .
In meiner eigenen Partie konnte keine Partei einen greifbaren Vorteil herausholen. Nach 30 Zügen war die Stellung vereinfacht und mögliche Gewinnpläne nicht in Sicht, so dass mein junger Gegner Remis anbot, obwohl dies die Flensburger Niederlage besiegelte. Kurze Zeit später endete auch Dirk´s Partie (stimmt es, dass derjenige der als letzter am Spielort eintrifft auch bis zum Schluss spielen muss?!) zum 5:3 Endstand aus Lübecker Sicht.
Hier die Paarungen:

und der Tabellenstand nach der 4. Runde:

In der 5. Runde, am 8. Februar, trifft der LSV 2 zu Hause auf Doppelbauer Kiel 3 .
Klaus und Andreas Ilgner haben mir freundlicherweise ihre Partien zur Verfügung gestellt. Hier zum Nachspielen mit Kommentaren aus der Diskussion während der Rückfahrt:
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