NBMM: Großes Erlebnis mit durchwachsenem Erfolg

Hinter dem Akronym NBMM verbirgt sich die „Norddeutsche Blitz-Mannschaftsmeisterschaft“, die am letzten Sonnabend ihre 46. Auflage erfahren hat. Ausrichter war der Berliner Verein SV Mattnetz, und deswegen fand das Turnier natürlich auch in der Bundeshauptstadt statt. Beteiligt waren insgesamt 30 Mannschaften aus den norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Gespielt wurde in der Aula der Ellen-Key-Schule, die in der Nähe des Ostbahnhofs in diesem Gebäude beheimatet ist:

Levi und seine Mutter Yvonne, die sämtliche in diesem Beitrag enthaltenen Bilder (ausgenommen das von dem Gebäude, das geht auf das Konto des Verfassers) aufgenommen hat, wurden morgens um 7 von Vater Lars nach Lübeck gebracht, von wo aus wir uns dann zu dritt daran machten, die 300 km nach Berlin abzuspulen – kurz nach 10 waren wir schließlich am Spielort angekommen. Steffen, der seine Kräfte in weiser Voraussicht besser eingeteilt hatte, war schon am Vorabend angereist und hatte in einem Hotel unweit des Spielorts übernachtet. Gar keinen Reisestress hatte Sergey, denn der wohnt ja in Berlin. So war die Aufstellung unserer Vierermannschaft: Levi an Brett 1, Sergey an Brett 2, Steffen an Brett 3 und der Verfasser dieses Berichts an Brett 4.

Noch einmal von der anderen Seite:

Was das rein Schachliche angeht, so müssen wir eigentlich nur über Levi schreiben. 16,5 aus 29 an Brett 1 waren schon deshalb äußerst respektabel, weil es mehr als 50 Prozent waren, aber wenn man sich vor Augen hält, dass 20 von Levis 29 Gegnern Titelträger waren (darunter 2 Großmeister, die Levi beide geschlagen hat), dann bekommt seine Leistung noch einmal zusätzliches Gewicht. Wir anderen schafften allesamt die 50 Prozent nicht. Der Verfasser dieses Berichts erreichte mit seinen 9 aus 29 noch nicht einmal das selbstgesteckte Ziel, zweistellig zu werden. Aber ich habe eine Ausrede, war ich doch überhaupt nur nach dem Motto „Wenn sich partout kein anderer findet…“ dabei. Mit 23 Mannschaftspunkten wurde es letztlich Platz 18 unter, wie bereits gesagt, 30 Mannschaften für den LSV. Das ist mit Blick auf die 47. NBMM im Jahr 2027 ausbaufähig – wenn denn vielleicht der eine oder andere Blitz-Spezialist zusätzlich teilnehmen mag. Davor allerdings hat Caissa erst einmal die Qualifikation über die nächste Blitzmannschaftsmeisterschaft des Landes Schleswig-Holstein gesetzt (womit wir aber kein Problem haben sollten).

Alle Ergebnisse sind ausführlich bei chess-results dokumentiert.

Oder gleich hier, in unserer von unserem Mannschaftsführer Steffen geführten Fortschrittstabelle:

Also, mäßiger Erfolg für die LSV-Mannschaft, aber ein großartiges Erlebnis war es dann schon, einmal bei einem solchen überregionalen Turnier mitwirken zu dürfen. Zunächst der imposante Anblick der Fernsehturms im strahlenden Sonnenschein bei der Einfahrt nach Berlin, dann eine prachtvolle Aula voller starker Schachspieler,

erstklassige, äußerst straffe Organisation, nicht zuletzt dank moderner technischer Hilfsmittel,

und nicht zu vergessen natürlich die großen physischen Strapazen, die zu bewältigen waren: frühes Aufstehen, 300 km Fahren, 29 Blitzpartien, die absolviert wurden, ohne dass es zwischendrin etwas gegeben hätte, das man ernsthaft „Pause“ hätte nennen können – und schließlich noch einmal 300 km fahren.

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