Die Karawane der Deutschen Amateur Schachmeisterschaft, kurz DSAM, zieht wieder durch die Republik. Nach Bad Wildungen, Bonn, Potsdam, Ingolstadt und Hannover machte sie vom 27. bis 29. März auch endlich in Travemünde Station.
Lübecks schönste Tochter hatte zum dritten Mal die Ehre als Austragungsort dieses überaus attraktiven Events. Vielleicht der schönste überhaupt wie manche meinen. Das Maritim Hotel mir direktem Blick auf den Passathafen

als einmalige Kulisse mag diese Einschätzung schon rechtfertigen. Leider wurde durch das miese Wetter die Freude daran ein klein wenig gemindert.
„Tausend fleiß’ge Hände regen,
Helfen sich im muntern Bund,
Und im feurigen Bewegen
Werden alle Kräfte kund.“
heißt es in Schillers „Lied von der Glocke“.
Nun, vielleicht nicht gerade Tausend aber fast 600 Enthusiasten des königlichen Spiels waren es immerhin.
Dabei auch 20 vom LSV, die sich auf 7 Ratinggruppen (A – G) verteilten.

Zusätzlich (zum dritten Mal) ein sogenanntes Anfängerinnenturnier. Dieses, geleitet von der Referentin für Frauenschach im DSB, Nadja Jussupow, hatte das Ziel, Frauen „in unkomplizierter und wertschätzender Weise“ einen Einstieg in das Turnierschach zu ermöglichen.

Hier eine kleine LSV-Auswahl. Gruppenbild mit Stephan Ziska (2. von rechts), der zu legendären Stavenstraßenzeiten in vielerlei Hinsicht exponiertes Mitglied war. Jetzt lebt er schon lange in Darmstadt. Übrigens in fast identischer Zusammensetzung wie Anfang des Jahres bei der DSAM in Potsdam. Nur Wolfgang Schwerdtfeger fehlte in der preußischen Residenzstadt.

In der sog. Königsklasse (Gr. A) waren Tom Linus Bosselmann und Justus Sommer am Start.

Traditioneller Turnierauftakt das vorabendliche Blitzturnier. Mit Tom Linus Bosselmann, Oliver Kaeding, Tristan Lindenberg, Horst Mentlein und dem Berichtverfasser mischte auch eine kleine LSV – Einheit mit, ohne allerdings sich für die kleinen Anerkennungspreise zu qualifizieren. Tom Linus hatte wohl beste Chancen, doch die Schlussrundenniederlage gegen die Nationalspielerin Lara Schulze ließ ihn auf Rang 5 zurückfallen.
Bei der Eröffnung zum Turnierbeginn war auch unser Verbandspräsident Dirk Martens auf der Bühne und hieß die Teilnehmer im schönsten Bundesland ever willkommen.

Ansonsten war alles as usal. Begrüßung durch die Turnierchefin Sandra Schmidt,

Obst für alle Teilnehmer (Äpfel, leider diesmal keine Bananen),

der Turnierhund Bella

sorgte für Ordnung und als „One night in Bangkok‘ erklang, wusste man um den Ernst der Lage. Nicht zu vergessen die Profianalysen durch IM Georgios Souleidis. „The Big Greek“ war unverdrossen und mit beneidenswerter Geduld bereit, die Amateure auf die richtigen Ideen zu bringen.

Noch ist es relativ ruhig im Turniersaal

Doch wenig später…

Unermüdlich alle Tage dabei mit Tipps und Partieanalysen Dr. Michael Negele. Hier im Schulterblick zu Prof. Dr. Horst Mentlein (Gr. B).

Und wie ist es für den LSV am Ende gelaufen? Unterschiedlich! So richtig glücklich mit ihrer Leistung dürften jedenfalls Ida Klara Kutz und Wolfgang Schwerdtfeger gewesen sein, die sich beide für die Endrunde qualifiziert haben und in beiden Fällen gab es auch die obligatorische Bepreisung (mit den anderen Qualifizierten) auf der Bühne.

Ida, die ab Ostermontag bei der LJEM (Landesjugendeinzelmeisterschaft) bereits wieder am Brett sitzen wird, hat uns freundlicherweise eine (kommentierte) Partie zur Verfügung gestellt.
Am besten lässt sich vielleicht der Grad der Zufriedenheit an der Vereinswertung ablesen Hier belegten wir Platz 9. Nicht schlecht, immerhin TOP-10. Aber auch nicht richtig gut, wenn man bedenkt, dass wir im vorigen Jahr stolz von Platz 1 grüßten.
Leider konnten nicht alle LSV-Spieler aus (insbesondere) gesundheitlichen Einschränkungen das Turnier zu Ende spielen. Das betrifft speziell unsere U-10-Talente Adam und Mavi, die bis dahin gut im Turnier lagen. Möglicherweise wäre dann eine noch bessere Platzierung drin gewesen.
„Arbeit ist des Bürgers Zierde,
Segen ist der Mühe Preis“
um erneut Schillers „Glocke“ zu zitieren. Oder eben nicht nur Segen, sondern das Bundesfinale, das im Juli in Dresden ausgetragen wird.
Zum Abschluss der Travemünder Tage präsentierte sich nochmal die gesamte Organisationsleitung mit Chef „Bello“.

Für einige Unentwegte ging es anderntags aber schon zum nächsten Turnier. Quickborn war Austragungsort der Landeseinzelmeisterschaft von Schleswig-Holstein.
Michael Negele hat sich die Mühe gemacht, während der 3 Turniertage, die LSV-Teilnehmer vor die Fotolinse zu bekommen und so gibt es noch zum Abschluss eine kleine Galerie:
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