Am 13.März wurde im Vereinsheim das Highlander-Prinzip zelebriert: Unser zweiter Turnierleiter Christoph Stäblein hat erstmals ein Turnier nach dem „Forchheimer System“ durchgeführt. Das Ergebnis wurde erst nach Mitternacht ermittelt…

… und bedarf vermutlich einiger Erläuterungen.

Das Forchheimer System ist eine Variation des KO-Systems. Alle Teilnehmer spielen in einer Gruppe, die Paarungen werden vor jeder Runde frei ausgelost, die Ratingzahl und die bisher erzielten Punkte spielen keine Rolle, ebenso wenig wie die bisherigen Partien, d.h. man kann durchaus mehrmals gegen denselben Gegner spielen. Für die Farben gilt das auch mit einer gewissen Einschränkung: Die Anzahl der Weiß-Partien wird notiert und bei Bedarf wird eine Paarung umgedreht, um eine gewisse Gleichverteilung der Farben zu gewährleisten – das ist die Spalte W in der obenstehenden Tabelle. Jeder Punktverlust wird ebenfalls notiert (Remis = 0,5 Minuspunkte, Verlust = 1 Minuspunkt) – das ist die Spalte „Punkte“. Wer drei Minuspunkte (bzw. 3,5) hat, scheidet aus dem Turnier aus. Der letzte „Überlebende“ ist der Turniersieger. Für den Fall, dass am Ende zwei Spieler mit 2,5 Minuspunkten gegeneinander Remis spielen, wird mit reduzierter Bedenkzeit bis zum Sudden Death weitergespielt – genau wie beim richtigen KO-System.

Wie man der Tabelle entnehmen kann, war Steffen am Ende der Highlander. Herzlichen Glückwunsch! Aufgrund der Anzahl der Weißpartien kann man auch erahnen, wer gegen ihn die letzte Partie verloren hat 🙂 Hier noch einmal eine besser lesbare Version der Tabelle:

Name Weiß-Partien Minuspunkte
Steffen 7 1 1
Ullrich 7 1 0,5 0,5 1
Eryk 6 1 1 1
Nicole 4 1 0,5 1 1
Thilo 4 0,5 1 1 1
Tristan 4 1 1 1
Frederick 4 1 1 1
Michael 4 1 1 1
Christoph 4 0,5 1 1 0,5
Ede 3 1 1 1
Jonas 3 1 1 1
Horst 3 1 1 1
Klaus 3 1 1 1
Andrea 2 1 1 1
Lars 2 1 1 1
Kyrill 2 1 1 1
Konstantin 2 1 1 1
Wolfgang 2 1 1 1
Oliver 2 0,5 1 0,5 1
Vincent 1 1 1 1
Patrick 1 1 1 1
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Bei genauerem Hinsehen erkennt man einen Unterschied zwischen der „Live-Tabelle“ und der digitalisierten Version: Ich hatte eigentlich zweimal Remis gespielt, d.h. die letzte Partie gegen Steffen war überflüssig, weil ich zu dem Zeitpunkt schon drei Minuspunkte hatte. Das Ganze hat mächtig Spaß gemacht, zog sich aber aufgrund der gewählten Bedenkzeit (5+3) bis nach Mitternacht hin, beim nächsten Mal spielen wir 3+2. Der einzige kleine Nachteil des Systems ist, dass einige Teilnehmer bereits nach drei Runden ausgeschieden waren, aber bei einem KO-Turnier wäre das für die Hälfte der Teilnehmer nach der ersten Runde der Fall, insofern ist der Forchheimer System streng genommen ein besseres KO-System.

 

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