Ahrensburger TSV I – LSV VI

Im Auto kam bei der Fahrt nach Ahrensburg die Frage auf, ob ich dort schon einmal gespielt hätte. Ich kramte in meinen Erinnerungen und dabei kam ein kleiner Raum mit Schrägen unter dem Dach hervor. Allerdings müsste das schon ziemlich lange her sein. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass ich gegen Mirco Wendriner gespielt hatte. Bei einem unserer Spieler klingelte damals das Handy, aber sein Gegner war so sportlich und wollte einfach weiterspielen. Ich hoffte einerseits, dass unser Spieler die Partie verliert (Gerechtigkeit und so), anderseits wollte ich natürlich auch, dass wir den Kampf gewinnen. Und all das war 2011!

Leider hatte Andrea am frühen Morgen noch eine kurzfristige Absage zu verzeichnen. Sie versuchte noch spontan, Ersatz zu aktivieren, aber vergeblich.

So begannen wir also das Spiel gegen Ahrensburg mit einem Rückstand (0:1).

Recht früh endeten die Partien von Jens Maly an Brett 5 und Yorck Hellenbroich an Brett 3 mit Unentschieden (1:2). Danach ging noch die Partie von Michael Lange an Brett 2 gegen den DWZ-stärksten Ahrensburger verloren (1:3). Es kam mir vor, als würden wir hier heute richtig abgewatscht. Denn zu dem Zeitpunkt hatte mein Nachbar Sebastian Carstensen an Brett 6 einen Läufer weniger, auch wenn er dafür 2 Bauern bekommen hatte. Andreas Stellung an Brett 8 konnte ich nicht abschätzen, aber bei mir sah es auch zappenduster aus.

Mein Gegner ließ sich leider nicht auf die Frankenstein-Dracula-Variante ein, er kannte sich gut aus und konnte sofort ausgleichen. Ich spielte etwas auf Risiko und bekam die Quittung: Leichtfigurenverlust im 12. Zug. Für eine Aufgabe war es mir zu früh, also versuchte ich einfach, am Königsflügel Unruhe zu stiften. Zudem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es schwierig sein kann, mit einem solchen Vorteil ruhig weiter zu spielen.

Wir holten auf, ich vernahm irgendwann Marc Duhns Stimme an Brett 1 gegen Celina Malinowsky: Das macht jetzt keinen Spaß mehr (2:3). Sebastian hatte im Doppelturmendspiel mit Minusläufer und 3 Bauern gegen einen den gegnerischen König richtig schön in den Schwitzkasten genommen. Mattdrohungen kosteten erst den Läufer, dann die ganze Partie (3:3). Es spielten nur noch Andrea und ich, Andrea einigte sich mit ihrem Gegner auf remis (3,5:3,5). Der Rest der Anwesenden versammelte sich um unser Brett.

Aufgrund meiner nervenaufreibenden Partie hatte ich den Stand des Kampfes gar nicht auf dem Schirm. Ich schaute mich also um und fragte, wie es ausgegangen sei. Bei der Antwort 4:4 war ich überrascht und erleichtert. Aber für solche Partien bin ich inzwischen wirklich viel zu alt.

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