In der 5. Runde der Landesliga hatten wir den Tabellenvierten SV Bargteheide zu Gast, und es sollte weit über 5 Stunden dauern, bis die Auseinandersetzung schließlich beendet war:

Endstand 4:4, ein Ergebnis, mit dem alle leben konnten, bzw. mussten.

Der Reihe nach: Den ersten vollen Punkt konnte unser Jugendlicher Jonas Hieke bereits nach gut 45 Minuten gegen seinen höher einzuschätzenden Gegner verbuchen, der in der Eröffnung im 13. Zug [!] einen vermeintlichen Turm-„Gewinn“ mit dem Verlust seiner Dame quittieren musste.

Stephan Lübeck verpasste im Mittelspiel einen Sicherheitszug mit seiner Dame (bei dann komplett ausgeglichener Stellung). Er verlor das Rochaderecht und konnte bei dem damit verbundenen Entwicklungsrückstand die Stellung auf die Dauer nicht zusammenhalten.

Für unsere 2:1 Führung sorgte Sergej Salov, der im Mittelspiel einen unwiderstehlichen Angriff inszenieren konnte – und nach weniger als 20 Zügen war die gegnerische Stellung schon aufgabereif.

Vyacheslav Berdichevskiy und sein Rivale fanden sich nach ausgeglichener Eröffnung und dem Abtausch zahlreicher Figuren schnell in einem Endspiel wieder, das mit einer dreimaligen Zugwiederholung auch „ordnungsgemäß“ remis endete.

Bei den Partien an Brettern ‚4‘ und ‚6‘ hatten unsere Gäste die Nase vorn:

Andreas Teska fand sich im Mittelspiel in einer passiven Position wieder – die stärker werdenden Drohungen seines Gegners kosteten ihn einen großen Teil seiner Bedenkzeit, so dass er letztlich die Zeit überschritt.

Der Berichterstatter fand sich nach wenig geglückter Eröffnungsbehandlung bald in einem perspektivlosen Mittelspiel wieder, während der Gegner Zug um Zug seine Stellung verstärken konnte. Schlecht postierte Figuren auf der einen und sich eine Zug um Zug verbessernde Position auf der anderen Seite führten bald zu einer nicht mehr haltbaren Position des Anziehenden.

Stand jetzt: 2,5:3,5.

Die lebhafte Partie zwischen Artur Kevorkov und seinem Gegenüber verlief über die gesamte Dauer hinweg auf Augenhöhe, und auch die Endstellung mit T, L plus 3 Bauern gegen S, L plus 4 Bauern bewertet „Fritz“ mit ‘= 0.00‘. Zugwiederholung mit Punkteteilung war die logische Folge.

Es blieb die Begegnung zwischen Thomas Rosin, der die „Vierte“ bereitwillig [und erfolgreich, Dank dafür!] unterstützen sollte, und Hartmut Porth, dem Favoriten. Ausgeglichene Eröffnung und ruhiges Mittelspiel führten zu einem Schwerfiguren-Endspiel. Hier musste der LSVer das Risiko eines Bauerntausches abwägen, um eventuell minimale Gewinn-Chancen zu kreieren, oder mit einem Bauernzug die Stellung zu verriegeln, was ein Remis und zugleich den Verlust des MS-Kampfes zur Folge gehabt hätte. In dem später entstehenden Turmendspiel verpasste der Bargteheider einige zum Ausgleich führende Fortsetzungen und musste sich schließlich nach 77 Zügen und einer Spielzeit von 5.15h geschlagen geben. Endstand: 4:4

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