An diesem Sonntag, den 22.02.2015, war unsere 8. Mannschaft in der Kreisstadt Bad Oldesloe zu Gast. Gleich zu Anfang erhielt unsere Mannschaft leider eine schlechte Nachricht: Michael Weiss fiel kranheitsbedingt aus. An dieser Stelle einmal gute Besserung vom ganzen Team. Wir entschieden uns hiernach, das erste Brett unbesetzt zu lassen. Wir wollten versuchen, heute am letzten regulären Saisonspieltag zu punkten. Insbesondere an den letzten Brettern malten wir uns gute Chancen aus, deshalb wollten wir auch das letzte nicht unbesetzt lassen und verzichteten in Unterzahl auf das 1. Brett. Bisher waren wir punktlos. Heute spielten: (alphabetisch nach Vornamen aufgelistet)

Elisabeth Schönweiler

Konstantin Schulz

Luca-Tom Rasmussen

Lukas Nagy (Ich)

Max Dörp

Niels-Martin Paulsen

Tilo Rietschel

Wie gewohnt bekamen jeder von uns einen Gegner, welcher zu mindestens von der Wertungszahl her stärker war.

Doch keiner ließ sich davon einschüchtern, jeder gab heute 100%. Die Belohnung kam sofort. Luca Rasmussen, traf auf seinen Rivalen: "Baran Yüksel" Luca baute sich skandinavisch auf und spielte kreativ. Sein Gegner spielte schnell und investierte kaum Bedenkzeit in die Eröffnung. Schnell war die Stellung unübersichtlich, und Luca übersah eine Gabel, welche ihm einen ganzen Turm eingebracht hätte doch auch so sollte es zu vollen Punkt reichen.Sein Gegner fraß leichtfertig einen Bauern und Luca gewann einzügig eine Figur, welches mit der Aufgabe von Baran beantwortet wurde. somit war der Rückstand ausgeglichen. 

Konstantin bekam es mit der französischen Verteidigung in seiner Partie zu tun. Sein Gegner hatte außerdem rund 400 DWZ mehr als er. Konstantin übersah frühzeitig einen Abzug, welcher ihn einen Bauern kostete, außerdem spendete er seinem Gegner eine offene c-Linie für Türme in Not, und schnell stand er recht beengt. Doch Konstantin machte extrem viel Druck, womit sein Gegner gar nicht zurecht kam. sein Gegner machte einen Fehler und mit überragender Spielführung seitens Konstantin, wendete sich das Blatt. Mit Turm, Springer und ein paar Bauern, kombinierte Konstantin seinen Gegner auf der 6. Reihe ins Mattnetz. 2:1

Niels stand durchgehend gut und gewann einen Turm im frühen Mittelspiel. Sein Gegner erhoffte sich Kompensation dafür, doch Niels verteidigte alles. Schließlich war der Angriff verpufft und Niels spielte seelenruhig weiter. Er koordinierte seine Streitkräfte und ging nun selbst zum Angriff über. Dies wollte sich sein Gegner nicht zeigen lassen und warf das Handtuch. 3:1

Tilo erhielt sehr früh (im 18. Zug) ein Remisangebot seines fast 1700 DWZ Punkte starken Gegners. Das war nach gut 1 ½ Stunden. die Stellung sah extrem nach Remis aus. Doch Tilo kämpfte weiter und kam erst zwei Stunde später zum Resultat: Remis. Eine sehr gute Partie von Tilo, wie fast immer.

Elisabeth dachte viel in den ersten Zügen nach und geriet bereit dann in Zeitnot. Erst war es nur ein Bauer, welcher ihr durch die Zeitnot abhanden kam, dann die Qualität, dann plötzlich der ganze Turm. Sie bereitete ihrem Gegner weiterhin maximale Schwierigkeiten, doch es half nichts.  3.5 : 2.5

Ich traff heute auf einen Spieler, der mein Damengambit annahm. Eine spaßige und lehrreiche Partie fand statt. Ich stand sehr angenehm nach 10 Zügen und mein Gegner war unterentwickelt. doch er erreichte Ausgleich. Wir befanden uns in einem solchen Endspiel, in dem ich immer wieder an meine Zeit in der 5. Klasse denken musste: Da wurde mir erzählt das man „tot" nicht steigern kann. Meine Partie bewies das Gegenteil. Mein Gegner lehnte mein Remisamgebot ab, mit der Erklärung, er müsse auf das Ergebnis am Max-Brett warten. Doch im 49. Zug, über 15 Züge „Hin- und Her-Geziehe“, bot er mir - komplett ohne Nerven - Remis an und ich war froh, dass mein Gegner nun endlich auch zu dieser Einsicht kam. Ich nahm an. 4:3

Max kam mit seinem Gegner nicht zurecht. Er hatte ein geschlossenes Endspiel und stand, laut Computer, zwischenzeitlich besser. Doch er spielte zu passiv auf Remis, verständlich, ein Remis würde den Mannschaftssieg bedeuten. doch es kam alles anders. Max´ Dame segnete plötzlich das Zeitliche. Seine Stellung war zu offen. Endstand 4:4

Mir hat die Saison sehr viel Spaß gemacht und ich glaube, da spreche ich im Namen meiner Mannschaft. Jeder konnte sich steigern, sowohl spielerisch als auch DWZ mäßig. Ich möchte Hr. Paulsen und Hr. Rietschel für die Fahrdienste der Mannschaft danken. Ich möchte des weiteren Hr. Weiss für den Einsatz und Alva Glinzner, Elisabeth Schönweiler und Niklas Senechal für die vielen Vertrettungspiele danken. Und ein großen Dank an die Stammspieler Max Dörp, Luca Rasmussen, Tilo Rietshel, Niels Martin und Konstantin Schultz. Mir hat das Spielen mit euch viel Spaß gemacht.