Freitag, 12 Dezember 2014 11:56 geschrieben von 

LSV II-KSG

Caissa sei Dank

von Thilo Koop

 

4:4, was sonst? Es gibt viele Möglichkeiten und Spielverläufe, um auf dieses Ergebnis zu kommen. Ich  vermute, dass wir  in dieser Saison all dies einmal durchexerzieren werden. Hatten wir gegen Elmshorn und Eckernförde noch allerhand liegen gelassen, so waren wir gegen die KSG doch eher vom Glück beschienen.

 

Schnell lagen wir 0:2 hinten. Fin hatte einen mutigen aber eben auch recht optimistischen Angriff vorgetragen und lief so in einen kräftigen  Konter. Bei Alexander schien hingegen etwas in der Eröffnung schief gelaufen zu sein, denn er konnte partout keinen sicheren Platz für seinen König finden. An Frederiks Brett kam es zu einem schwierigen  damenlosen Mittelspiel in dem das Schlachtenglück hin und her wogte. Am Ende ein leistungsgerechtes Remis durch Dauerschach. Für den Anschlusstreffer sorgte Wolf, der  das anrüchige Spiel seines Gegners mit leichter Hand widerlegte. Während der Zeitnotphase musste dann Berti die Waffen strecken. Er krankte die ganze Partie an seinem passiven weißfeldrigen Läufer und konnte dann dem Angriff seines Gegners nicht mehr widerstehen. 1,5 :3,5  Bis hierhin spiegelte das Ergebnis die Kräfteverhältnisse auf den Brettern. Ab nun aber war Caissa  uns doch mehr als gewogen. Tigran hatte einen bekannten Eröffnungsfehler begangen. Die so entstandene Stellung besah sich Ralf Christ, um mir alsdann mitzuteilen,:“ Das ist jetzt verloren. Das hatten wir vor kurzem als Taktikaufgabe im Jugendtraining“. Nun ist es aber so, dass Tigrans Gegner nicht nur dem falschen Verein angehört, sondern auch noch viel zu alt ist, um an unserem Jugendtraining teilnehmen zu dürfen, und so konnte er  natürlich die richtige Lösung gar nicht kennen.(Nun ja) Stattdessen opferte er inkorrekt Material, was Tigran aber vor keine großen Probleme stellte.

 

Am Spitzenbrett hatte Gevatter Hein in leicht schlechterer Stellung aus Mannschaftsgründen ein Remisangebot ausgeschlagen, um hernach am Rande des Abgrunds zu wandeln. Nach der Zeitkontrolle hatte er sogar eine Qualität mehr, konnte aber das Dauerschach nicht verhindern. Nun musste ich also unbedingt gewinnen. Ich hatte als Schwarzer früh Ausgleich erreicht und konnte in der Folgezeit  ein wenig Druck ausüben. Viel war es aber eben nicht und so landete ich in einem unklaren Turmendspiel, dass von meinem Gegner dann aber viel zu passiv gespielt wurde. Nach diesem glücklichen Punktgewinn sollten wir im neuen Jahr uns stabilisieren, um endlich auch den einen oder anderen Kampf gewinnen zu können.

 

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