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Um neun Uhr trafen wir uns pünktlich zur Abfahrt am Bahnhof, na ja, Max wartete auf Grund eines Missverständnisses bereits ab acht Uhr dort. Das Missverständnins konnte telefonisch aufgeklärt werden und Max durfte in der Wartezeit einen Kaffee trinken.

Zeitig kamen wir in Bargteheide an, die Impf- und Testnachweise wurden kontrolliert. Wir waren auf die Aufstellung gespannt, da Bargteheide in der ersten Runde relativ gemischt aufgestellt war.

Mir schwante Böses, als ich an meinem Brett 6 sah, dass Altmeister Hartmut Porth sich bereit machte. Das bedeutete, dass Bargteheide deutlich stärker als in Runde 1 antrat. Und dem war auch so. Durchschnittlich 100 DWZ-Punkte mehr an den Brettern, aber von den 800 Punkten Unterschied entfielen 600 Punkte auf die Bretter 5 + 6, dass heißt, das Max und ich mit im Durchschnitt gegen 300 Punkte stärkere Gegner spielten. Für die anderen ganz gut, da der Unterschied nicht ganz so groß war, aber die Favoritenrolle war klar auf der Seite von Bargteheide zu suchen.

Das bedeutete für uns kämpfen...

Unser Weltmeister an Brett 1, Sergey Salov hatte es mit Popvasilev zu tun, Boris Gruzmann an Brett zwei mit Knut Ahlers. An Brett drei kämpfte Stephan Schiebuhr gegen Michael zum Felde, während an Brett vier Heiko Rickert sich mit Maximilan Wurst messen durfte. Max Dörp spielte an Brett 5 gegen den deutlich favorisierten Thorsten Kittler, an Brett 7 Idriz Blaka gegen Matthias Thanisch und an Brett 8 unser Mannschaftsführer Wolfgang Schwerdtfeger gegen Mirco Wendriner.

Ich persönlich kann wenig von den anderen Brettern berichten, da mich mein Gegner mit schwierigen Aufgaben malträtierte, und meine Konzentration daher voll in Anspruch genommen hat.

Nach ca. 3 Stunden musste Heiko sich geschlagen geben. 0-1. Dann wurde es unruhig. An Brett zwei schien es ein Problem mit der Uhr zu geben, was leider nicht ganz ruhig gelöst werden konnte. Ein Blick auf Boris Brett und die Uhr, stellte ich fest, dass bei Zug 30 sein Gegner nur noch 1 Minute auf der Uhr hatte, während Boris noch in komfortabler Lage war. So war er es auch, der den Ausgleich schaffte. Sergey machte kurz darauf Remis. Ausgleich. Plötzlich eine Entscheidung an Brett fünf. Max Gegner gab auf. Lt. Max hat dieser in besserer Stellung - evtl. ausgelöst durch die Unruhe - wohl seine Dame eingestellt. 2,5-1,5

So konnte es weiter gehen. Ich selbst hatte zu kämpfen - mal stand ich schlechter - aber mein Gegner machte den Sack nicht zu und ließ Gegenchancen -evtl. sogar Gewinnchancen(?) zu. Zumindest stellte ich fest, dass ich ums Remis kämpfen konnte.

Schließlich gewann Wolfgang gegen Wendriner, und auch Stephan machte den Sack zu. Der Gewinn war unser. 4,5-1,5.

Idriz und ich waren noch am kämpfen. Nachdem Idriz nach eigene Angaben von Beginn an schlechter stand, versuchte sein Gegner wohl umständlich (oder schön?) zu gewinnen, nur führte das nicht zum Erfolg. Es endete in einem nur leicht schlechteren Bauernendspiel, man einigte sich auf Remis.

Währenddessen hatte ich meine Stellung verspielt. Aus einem T + (ungleichfarbigen) L - Endspiel hatte ich Remischancen. Mein Gegner hatte einen Freibauern, was es für mich schwierig machte. Ich machte einen schwachen Läuferzug (ich hätte den Freibauern im Visier halten müssen, TT :-) ) und gab schließlich im 62. Zug auf.

5-3 für uns. Hoffentlich geht es so weiter, nur dass ich hoffe, auch mal den einen oder anderen Punkt beisteuern zu können.