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Das Ende einer Serie

 Wie bereitet sich ein Mannschaftsführer am Samstag auf den Spieltag vor? Er mailt und telefoniert und wünscht gute Besserung. Danke an Lisa Sickmann, die kurzfristig bei uns eingesprungen ist.

Bei dem letzten Spiel gegen Eutin vor etwa 2 Jahren habe ich meinen Bericht damit begonnen, dass wir für Eutin traditionell ein unangenehmer Gegner sind, seit Menschengedenken hat die Vierte des LSV nicht gegen Eutin verloren. Dabei muss natürlich erwähnt werden, dass viele Begegnungen mit einem 4:4 ausgegangen sind.

Tja, nun ist diese Serie zu Ende, es ist passiert, wir haben knapp, aber eben verloren.

Ich selbst spielte an Brett 6 gegen Thomas Hartwig. Ich habe ihn in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt, in Zug 11 hätte ich Material gewinnen können (seine Dame gegen Springer und Turm). Das habe ich aber erst in Zug 13 realisiert und da war die Chance vorbei. Zumindest hatte ich immer noch eine bessere Stellung.

In den nächsten Stunden vermisste ich Erfolgsmeldungen, das beunruhigte mich zunehmend. Von Horst hörte ich dann, dass er seinem Gegner ein Remis anbot, was aber abgelehnt wurde. Etwas später hörte ich, wie Horst einen Zug des Gegners als genial bezeichnete. Das war also das 0:1 aus unserer Sicht. Die Partien an Brett 1 und 4 endeten kurz danach remis (1:2).

Axel Jakobi an Brett 7 hatte seine Partie gewonnen, aber Alexandra Mundt musste sich dem stellvertretenden Mannschaftsführer Markus Heiden beugen. Lisa Sickmann spielte an Brett 8 remis. Wir lagen also 2,5:3,5 zurück.

Ich habe von den Partien nichts mitbekommen, da ich mich bemühen musste, meine Partei noch einmal zu gewinnen. Erst spät konnte ich die gute Position in einen Mehrbauern umwandeln, dann kam noch einer dazu. Aber dabei befreite sich mein Gegner auch. Am Schluss wurde ich fast noch übermütig und spielte eher riskant als sicher, aber nach etwa 45 Zügen hatte ich die Partie gewonnen.

So spielte beim Stand von 3,5:3,5 nur noch Samuel Oltzen. Ein Blick auf sein Brett erweckte aber keinerlei Hoffnung, er versuchte noch ein Turmendspiel mit mehreren Minusbauern zu retten. Das gelang nicht und damit war unsere erste Niederlage gegen Eutin seit Menschengedenken amtlich.

Schön war, dass das Punktspiel überhaupt stattgefunden hat. Hoffentlich geht die Saison auch weiter, wir werden es erleben. Falls es jemanden interessiert, auf der Rückfahrt habe ich mich nicht verfahren.