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Am 29. März wurde nun auch die Saison der Bezirksliga Ost B, die sog. Wochenliga, beendet. Acht Mannschaften nahmen an dem Wettbewerb teil und der Verlauf der Dinge sorgte dafür, dass es in der letzten Runde zu einer Art Endspiel kam. Sowohl LSV VII als auch der TSV Kücknitz waren punktgleich, allerdings nicht brettpunktgleich. Hier hatte unsere Mannschaft einen doch sehr klaren Vorsprung  von 4,5 Punkten aufzuweisen und war deshalb nicht nur von der Ratingzahl her der Favorit.

Nachdem der LSV sowohl in der Bezirksliga Ost A (LSV V), in der Bezirksklasse Ost A (LSV VIII) und schließlich auch in der Kreisklasse Ost A (LSV X) „abgeräumt“ hatte, standen auch  für LSV VII die Weichen auf Sieg – sofern es gelang, einen einigermaßen schlagkräftigen Sechser aufzustellen

Denn die Kücknitzer Mannschaft hatte eine recht überzeugende Saison-Leistung gezeigt. Lediglich ein Remis in Eutin, ansonsten war man, insbesondere dank ihrer Spitzenkräfte Dieter Boldt und Andre Sterley, locker durch den Parcours gekommen. Eine erstaunliche Metamorphose, denn in der Saison 2017/18 belegte man abgeschlagen mit nur einem Sieg und einem Remis den letzten Platz!

Allerdings bekam die Hoffnung, uns doch noch von der Spitze zu vertreiben einen kleinen Dämpfer, da sich in der Sophienstraße nur 5 Spieler der Gäste präsentierten. Das fünfte Brett blieb unbesetzt und so bekam Matthias Fenski diesen Punkt geschenkt. Man kann sich daran gewöhnen, denn einige Tage zuvor war ihm in der Bezirksliga Ost A das gleiche Schicksal beschieden.

Nur nebenbei, sein vorgesehener Gegner Hans Badusche hat in der Saison nur ein einziges Spiel gemacht, oder besser gesagt eben nicht.

Noch bevor die vorgeschriebene Wartezeit vorbei war, durfte der Berichterstatter bereits nach schnellen 20 Zügen die Uhr abstellen.

Etwas überraschend, denn Norbert Kruska hatte mit 5,5 aus 6 ein bis dahin beeindruckendes Resultat aufzuweisen. Aber die „richtige Musik“ spielte weiter vorne. Es war Andreas Richter, der an Brett 1 gegen Andreas Hinz den so wichtigen „Big Point“ ablieferte. Er war so freundlich, uns seine Partie mit einigen Kommentaren zur Verfügung zu stellen:

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Fehlte also noch ein halber Zähler und für diesen fühlten sich Martin Herrnkind (gegen Dieter Boldt) und Frank Jankowiak (gegen Andre Sterley) zuständig. Im ersten Fall wollte Martin zu Recht nicht den Bogen überspannen und nutzte das Gleichgewicht der Kräfte, um sich das Remis zu sichern. Auch Frank steuerte den Remishafen an. Er hatte doch einiges zu überstehen. Mehrfach gab Andre ihm die Chance, die Partie in den Sand zu setzen. Doch Frank blieb aufmerksam  und in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern (bei einem Minusbauern) sicherte auch er das Remis. Roma locuta, causa finita.

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Jan-Henrik Plackmeyer an Brett 4 hatte noch länger am Brett zu sitzen. Er kam schon deutlich besser aus der Eröffnung. Irgendetwas muss bei Jürgen Röhr da schief gelaufen sein. Jedenfalls konnte Placky seinen Vorteil sukzessive ausbauen und führte die Partie in ein eher selten anzutreffendes Endspiel von K + D gegen K + 3B über. So etwas kann schon mal Kopfzerbrechen machen, wenn die Bauern königunterstützt schon weit vorne sind. So aber war es hier nicht und mit sauberer Technik wurde der Schlusspunkt zum 5:1 gesetzt.

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Ein kleiner Umtrunk am Tresen und dann war diese Spielzeit auch Geschichte. „Zum wievielten Male haben wir jetzt eigentlich gewonnen?“ erkundigte sich Martin. Da konnte keiner so Recht eine präzise Antwort geben. Vermutlich ist das menschliche Gehirn evolutionsbedingt einfach nicht fähig, so gewaltige Epochen zu erfassen.