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Manchmal fragt man sich als Schachspieler, ob man wirklich gerne sonntags zu unmenschlichen Zeiten aufsteht.
Diese Frage stand Brahim Silini, unserem 8. Brett ins Gesicht geschrieben, als sich herausstellte, dass sein Gegner aufgrund einer Krankheit eine pazifistische Haltung annahm und nicht antrat. 1 - 0

Spannender wurde es dann schon an Brett 7...glaube ich jedenfalls. Knut einigte sich jedenfalls mit seinem Gegner auf Remis, was laut Lukas Nagy aber sowieso das Beste ist, was man mit den schwarzen Steinen erreichen kann. 1.5 – 0.5

An Brett 6 und 7 waren die zwei unterschiedlichsten Partien überhaupt zu sehen, denn während Joa seinen Gegner mit passiver Spielweise so lange zur Verzweiflung brachte, bis auch hier ein solides Schwarz-Remis auf dem Brett stand, erinnerte Alexandras Stellung mich an das Lied der kleinen Raupe Nimmersatt...bloß mit einer schwarzen und einer weißen Raupe. Doch Alexandra hatte natürlich 20 Züge Wettfressen vorausberechnet und plötzlich stand es 3 – 1.

Lukas, der mit einem DWZ-Punkt weniger als klarer Underdog ans Brett kam, dominierte selbiges die ganze Partie lang und überspielte seinen Gegner schließlich im Endspiel, was Jalels Gegner auf der anderen Seite nicht gelang, denn die verschiedenfarbigen Läufer auf Jalels Brett reichten zu einem weiteren Remis. 4.5 – 1.5

Dieser Spielstand erleichterte schließlich mir die Entscheidung, eine Qualität zu opfern und aus meiner Druckstellung eine klare Gewinnstellung zu machen. Da nun fast alle Partien zu ende waren, war die Verwunderung über Jens' Brett auf dem noch ausnahmslos jede Figur auf dem Brett stand durchaus berechtigt. Und so lange wie die Zeit an Brett 1 scheinbar still gestanden