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Letztes jahr holten wir in Reinfeld nur einen halben punkt aus 4. Am Sonntag, den 3.2.19, hieß es für uns: Revanche!

Wieder sahen wir uns den schon bekannten schachfreunden gegenüber.

Wieder fing es gut an: Ich stand besser… Hurra! Und bald träumte ich vom eigenen angriff. 

Leider gegen einen schachfreund, der – 82-jährig (!) - schon gegen unsere LSV X am 1.brett eine starke partie abgeliefert hatte. 

Mich ließ er ruhig kommen. Aufmarschieren mit offizieren und mit bauern. Und dann mußten wir beide lachen: Mein könig hatte nichts dagegen gehabt, die grundlinie zu verlassen. Dann beorderte ich  jedoch die dame ihm zur seite. Setzte den „angriff“ unbeirrt fort. Und wurde plötzlich ausgeknockt… Schach! mit damenverlust. (Sorry, LSV! Ein unnötiges 0:1 gegen einen leider viel zu cleveren „alten“ haudegen.)

Zum glück hatte ich mannschaftskameraden, die sich durch meinen aussetzer nicht aus der ruhe bringen ließen. 

Jens-Peter hatte mit schwarz die offene D-linie besetzt. Die weiße grundlinie war vernachlässigt. Er nutzte dies für einen unwiderstehlichen königsangriff. Sein sieg zum 1:1 gab den mitstreitern wieder ruhe. 

Udo verschlief wohl den anfang der partie. Hatte schnell einen springer weniger. Wachgerüttelt, kämpfte er weiter. Heimste seinerseits bauern ein. 

Hatte er Rasmus Svane beim turnier in Gibraltar beobachtet? - Jedenfalls stand auch bei ihm sein bauer nicht mehr auf d2. Sondern war nach d6 vorgeprescht. Er war frei. 2 felder vor der damenumwandlung. Es kam zum offenen schlagabtausch: Beiderseits königsangriffe mit dame und turm. 

Am ende hatte Udo das glück des tüchtigen auf seiner seite. 1:0 (2:1)

Und da war noch die partie von Yorck. Die war echt nichts für zarte nerven… 

Es fing schon damit an, daß sein kontrahend 1. f2-f4 zog. 

(Ich glaube in den 2 letzten punktspielen von uns Lübeckern in der kreisklasse war es die 3. Partie, wo unser gegner mit diesem eigenwilligen bauernzug eröffnete ?!) 

So nach und nach baute sich weiß bedrohlich gegen die schwarze kurze rochade auf. Opferte den bauer f4 durch f4-f5.

Holte turm und dame auf die h-linie. Opferte zudem ohne mit der wimper zu zucken einen läufer…

Alles mit dem ziel, ein matt zu erzwingen. 

Aber Yorck blieb cool. Auch seine schwarze dame hatte ein wort mitzureden. 

Zähneknirschend mußte weiß dauerschach in kauf nehmen. (Wollte er nicht zuerst mattgesetzt werden…) 

Puh! Da sage mir einer, schach macht kein spaß! 

In 3 wochen kommt der tabellenführer aus Geesthacht. (Unsere chancen sind minimal. Aber kampflos werden wir die punkte sicherlich nicht abgeben.)