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Aber irgendwann ging es dann doch los, die Bretter hatten unsere 3-Punkte-Würfe überstanden.

Das Gefühl, dass meine Gegnerin, Nina Rothenberg nicht erscheinen würde, beschlich mich erstmalig, als mir ein Junge die Hand reichte. Aber in Zeiten, in denen es drei Geschlechter gibt? Vielleicht doch? Hmm, Justus Untied, Vorbereitung für die Tonne… Was soll`s, mein Gegner war genau wie ich ein Ersatzspieler und hatte nun mehr anstatt 1800 nur noch 1300 DWZ und ich gewann nach gut 90 Minuten.

Deutlich länger, aber auch deutlich knapper, war es bei Alexandra Mundt, die früh, nach einem missglückten Anti-Sizilianer mit weiß, eine Qualität einstellte. Doch sie gab sich nicht auf und tat das, was sie am besten kann: Angreifen! Bauernsturm plus ein Läuferpaar brachte den Gegner so stark ins Schwanken, dass dieser seine gewonnene Stellung nicht verwerten konnte und in das von Alexandra geknüpfte Mattnetz lief.

Alexandra 2

2-0 Lübeck.

Tom verlor an Brett 2 unglücklich, die Eröffnung war ein unübersichtlicher Najdorf-Sizilianer, wo ist Tigran, wenn man ihn braucht? Der Experte hätte uns hier gut weiterhelfen können. Die Stellung von Tom ging im Mittelspiel über Bord. Aber Martin stand zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwei Mehrbauern deutlich besser und kündigte indirekt das sichere Unentschieden an.

 

Den Deckel machte aber Finn drauf! Was spielte unser Brett 4 mit Schwarz am Zug? (siehe Diagramm) Ein schöner Finisher, so oder so.

20181105 195016

Martin hätte also der halbe Punkt gereicht, unser FIDE-Meister wollte von solchen halben Sachen aber nichts wissen und gewann bald darauf. Somit war es nicht dramatisch, dass Tilo seine Punkt, wie Tom es kurz danach formulierte, in Uelzen vergas. Endstand war ein 4:2 Auswärtssieg.

Ich freue mich eingesetzt worden zu sein, bedanke mich für das Vertrauen und wünsche der Mannschaft mit unseren stärksten Jugendlichen in der kommenden Saison viel Erfolg!