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Bei Eckard Stomprowski ging es diesmal ähnlich schnell. Immer wenn ich auf sein Brett sah, hatte er etwas eingesammelt. Erst Bauer, dann Figur, schließlich auch noch Stellung, König, Brett und den Punkt. Bei mir ging es etwas schwerfällig voran, bis Bernd Möller einen Schlagzug völlig falsch einschätze. Ich glaube, Kmoch nannte so etwas einen Feldräumer oder so ähnlich. Ich konnte jedenfalls danach mit der Dame auf d4 ein Schach dem König g7 bieten – und zugleich den schwarzen Turm auf c5 angreifen, der dann auch leider noch gefesselt war, weil hinter ihm die Dame auf b6 solo stand. Müßig zu erwähnen, dass ich noch einen Turm auf c1 hatte. Das war das geforderte 3:0 für uns.

Sowohl Martin Herrnkind als auch Andreas Richter hatten inzwischen ein Remisangebot ablehnt. Zunächst war aber Wolfgang Clemens an der Reihe, der sich ein wenig mit seinem Gegner beharkte, aber souverän gewann. Andreas nutzte schließlich eine Feinheit auf der a-Linie aus, die erst weit hinter seinem Rechenhorizont lag, dann aber doch über die b-Linie hinweg sichtbar wurde. Martin und Georg Berner spielten eine feine Partie, bei der Martin wohl etwas ausgewogener lavierte. Georg stieß übrigens zwischendurch einmal seinen König um, aber das hatte keine Bedeutung. Es bleibt zu bemerken, dass wir mit einem 6:0 in die Saison gestartet sind, aber auch mit einem 6:0 die Saison beendet haben.

Die 2:4-Niederlage gegen Reinfeld beweist jedoch, dass wir uns verstärken müssen. Oder wie sagte Andreas am späten Abend noch zu mir (wenn auch an anderer Stelle): „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum – warum aber der goldene Baum des Lebens auch noch grün sein soll, das weiß ich nicht.“