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Es gab ein Rundenturnier mit 10 Teilnehmern. Unter anderem war ein weiterer LSV-Spieler dabei Heiko Rickert. Die anderen Spieler kannte ich, doch hatte mich noch nicht vorher mit ihnen duelliert.

Am Wochenende war jeweils eine Runde angesetzt. In der ersten Runde führte ich erfolgreich die weißen Steine gegen Stefan Kosanke. Ich konnte mir eine gute Stellung erarbeiten und durch einen Fehler seinerseits eine Figur erobern.

Am Sonntag traf ich auf meinen Vereinskollegen Heiko Rickert: Nachdem der Damenflügel (wo ich eigentlich spielen müsste) einbetoniert wurde, musste ich mir eine andere Beschäftigung suchen, als meine Bauern nach vorne zu treiben. Also spielte ich auf meiner Königsseite, wo ich mich erfolgreich verteidigen und eine Qualität und zwei Bauern gewinnen konnte. Aufgrund von Zeitdruck wagte Heiko noch einen letzten Versuch und steckte noch eine Figur ins Geschäft. Ich konnte den Angriff jedoch aufhalten und damit die Partie für mich entscheiden.

Am Montagmorgen wurde es spannend, die Paarung hieß Neuendorf gegen Bosselmann, beide 2 aus 2 und kein anderer hatte 1,5. Es wurde ein von weiß miserabel gespielter Sizilianer mit einer relativ glimpflichen Abwickelung ins Mittelspiel. Nach ein paar Stunden hatte keiner mehr Ideen, die noch einen Vorteil hätten bringen können.

Nach dem Essen bei Möbel Kraft ging es in die Nachmittagsrunde. Nachdem ich gegen Kropp einen Bauern gewinnen konnte spielte ich meine gute Stellung schlecht aus und gab meinem Gegner einen Freibauern. Ich verpasste das Remis und stand schließlich auf dem Acker.

Dienstag gab es eine ruhige Runde gegen Ruiz-Hampel. Ich spielte, wie so oft im Turnier, eine schlechte Eröffnung und konnte mich in ein Remis retten. Nachmittags war chillen angesagt und eine kleine Vorbereitung auf den Mittwoch, an dem wieder 2 Runden zu spielen waren.

Mittwoch spielte ich gegen Manfred Kröncke und es wurde ein ruhiger Sizilianer mit d3. Ich handelte mir eine Schwäche auf d6 und d5 ein. Ich fand einen Zug, der meinen Plan d5 durchbringen konnte. Der einzige Zug der es verhindern konnte, war eine Zugwiederholung. Nach drei Zügen beiderseits war das Ergebnis ½: ½.

Nach der Runde gab es Currywurst mit Pommes. Alva, die im Kandidatenturnier schon als Schieberin bekannt war(am Ende ein 2/6/1) begleitete uns. Die Nachmittagspartie gegen Joachim Hoffmann ist hier zusehen 

Am Donnerstagmorgen traute ich meinen Augen kaum, es waren 15 cm Neuschnee gefallen. Ich musste ich noch früher aufstehen, als für die Schule und alle schlichen über die Autobahn. In Segeberg war zum Glück nicht so viel Schnee

Gegen Christopher Deutschbein spielte ich (mal wieder) ein Gambit und es wurde angenommen. Nachdem ich eine Figur opferte gab er sie wieder zurück für die Entwicklung und die lange Rochade. Doch ich erwischte den König und konnte einen vollen Punkt einfahren

Freitag hieß es dann alles oder nichts. Gewinnen für den Sieg der Gruppe, wenn Max Remis spielt oder eben Remis falls Max verliert. Wenn Max gewinnt, hätte ich sowieso keine Chance auf den Turniersieg.

Gegen Friedrich Müller kam ein Königsinder aufs Brett, wo Weiß schnell Probleme bekam. Nach dem scheinbaren Gewinn einer Qualität musste ich noch eine Figur dazu geben. Aber er spielte die falsche Zugreihenfolge, so dass ich doch eine Qualität mehr hatte. Jedoch nur solange bis ich beschloss, sie zurückzugeben. So konnte ich einen Bauern gewinnen und in ein für mich besseres Damenendspiel abzuwickeln. Doch plötzlich kam mir zu Ohren, dass Max verloren hatte, so bot ich ein paar Züge später Remis, weil ich keine Nerven hatte, das auszuspielen. Platz eins war mir sicher. Mehr geht nicht!!

Ich bedanke mich bei Wolfgang für das Vertrauen, dass er in mich gesetzt hatte und bekam als Antwort:“Habe ich es doch gewusst……Damit ist dir im nächsten Jahr ein Platz in der Meisterklasse der Herren sicher“.