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Kommen wir zunächst zur Jugendbundesliga Nord (West), in der der LSV mit vier Siegen Tabellenführer war und den Tabellenzweiten Post SV Uelzen empfing. Auch nach dieser Begegnung blieb uns die Spitzenposition erhalten, aber es war ein "Ritt über die Rasierklinge" mit einem vielleicht nicht verdienten, aber doch erleichternden 3,5:1,5-Sieg. Nur 5 (!)  Uelzener (Das Brett von Jan Niklas Untiedt blieb krankheitsbedingt unbesetzt) waren angereist. Gegen unsere Gäste aus der Lüneburger Heide taten wir uns schwer, sehr schwer. Dabei hätten wir gewarnt sein sollen. Nicht von ungefähr lag dieses Team noch vor dem HSK und Doppelbauer Kiel auf 2. Besonders beeindruckend der überraschende 4:2-Erfolg aber ber den mehrfachen Deutschen Meister HSK. Der kampflose 1:0-Vorsprung brachte wenig Beruhigung. Kevin Kololli immerhin Remis durch Zugwiederholung gegen Torben Knüdel, gefolgt von zwei Niederlagen. Zunächst Tigran Poghosyan (gegen Jacob von Estorff), der mit der Eröffnung diesmal überhaupt nicht klar zu kommen schien und kurz darauf noch Fin Niklas Tiedemann, dessen scharfer Angriffsversuch wurde von Jannik Rothenberg abgewehrt und es verblieb ein klarer Vorteil des Gegners, der gekonnt umgesetzt wurde. 1,5:2,5 also zu diesem Zeitpunkt aus LSV-Sicht und die Hoffnung lag mal wieder in den jüngsten Händen. Tilo Rietschel zum einen und Tom Linus Bosselmann zum anderen. Beide hängten sich voll ein, wie man so schön sagt. Tilo konnte seine "Drachenkenntnisse" gegen Nina Rothenberg gekonnt umsetzen und dann war da noch Toms Begegnung mit Imamali Askerov. Zwar besaß Tom die Mehrqualität, doch sein König stand nicht sehr sicher und insbesondere das gegnerische Läuferpaar machte viel Verdruss. Man mochte kaum Zusehen. Doch Tom hatte Nerven und Stellung im Griff und als endlich es zum Damentausch kam, war zwar immer noch genaues Spiel erforderlich, dann aber allenthalben Erleichterung.

Nach diesem zitterigen Erfolg warten noch am 04.03.18 Weiße Dame Hamburg, 22.04. Doppelbauer Kiel und schließlich die zentrale Doppelrunde im Juni. Zunächst gegen den HSK (09.06.), dann gegen den Hagener SV. Ein enorm hartes Restprogramm und unmöglich vorherzusagen, wer Meister ist und an wer die begehrten Qualifikationstickets zur DJVM U-20 holt.

In der Jugendlandesliga lief es nicht so rund. Es gab drei, und in summa letztlich auch verdiente, Niederlagen. LSV 2 bekam es mit dem Tabellenführer Flensburger SK zu tun. Bereits im Vorfeld musste Philipp Stülcken passen, dann erkrankte kurzfristig noch Knut Kloerss. Sehr bedauerlich, denn bei drei faktisch getrennten Meldelisten ist die Ersatzspielerbank extrem dünn und der Zugriff auf andere Teams schwächt natürlich jene. Immerhin, mit Dima Dykukha und Maxi Gossing konnten zwar alle Bretter besetzt werden, doch die etwa 200 DWZstärkeren Spieler aus dem hohen Norden setzten sich (nur) knapp durch. Im Mittelfeld konnten wir noch gut gegen den klaren Favoriten gegenhalten. Besonders erfreulich hier Dimas Sieg, der ihm nach seinem erfolgreichen Auftritt beim Schwartauer Open (26.12.-30.12.17) Mut für seinen Meisterklassen-Stichkampf zur LJEM 2018 macht. Unserer Mädchenteam um LSV 3 durfte gegen Doppelbauer Kiel 2 ran.  Auch hier ein kurzfristiger Krankheitsausfall und das Brett von Antonia Schmidt konnte nicht mehr be- bzw. ersetzt werden. Kurioserweise ließen die Gäste das gleiche Brett unbesetzt. Auch hier waren die Kieler deutlich im DWZ-Vorsprung und das 3,5:1,5 spiegelt dann auch den Verlauf wider - trotz der starken Leistung von Alexandra Mundt, die Keyvan Farokhi (DWZ 1806) bezwingen konnte. Schließlich dann noch LSV 4 gegen SV Bad Schwartau, die nur zu Fünft und ohne Spitzenbrett Johannes Reinhardt erschienen. Auf das Duell zwischen Vitus Nassat und ihm waren wir gespannt; doch es viel aus. Ansonsten zeigte sich unsere Vorstädter (und Tabellenzweiter) an diesem Tag deutlich überlegen. Lediglich U-14 Spieler Joa Max Bornholdt konnte gegen U-16-Spieler Alwin Schwerdt mithalten.

Es bleiben noch 2 Runden. Der vorletzte Spieltag am 4. März dürfte interessant werden. Mit SV Bad Schwartau-LSV 2, Doppelbauer Kiel-LSV 4 und Agon Neumünster-LSV 3 treffen die Teams des vorderen Tabellenteils, des Mittelfeldes und des Tabellenendes aufeinander. Waffengleichheit gewissermaßen. Sollte LSV 2 in Schwartau zumindest nicht verlieren, dürfte Flensburg wohl den Sekt kalt stellen. Andererseits treffen Ende April beide Teams noch aufeinander. LSV 2 dürfte am Ende zwischen den Rängen 3 und 4 landen. LSV 4 nicht weit dahinter. Und LSV 3? Gegen Agon Neumünster besteht in der nächsten Runde wohl die letzte Chance, die Rote Laterne los zu werden. In Runde 7 ist man spielfrei, dann könnte vielleicht LSV 4 Schützenhilfe leisten.

Zwei LSV-Eisen im Feuer der Jugendverbandsliga B. Nach einem etwas verhaltenen Saisonverlauf. Am fünften Spieltag nun zwei doch klare 3:1-Siege. Zunächst LSV 5 über TuRa Harksheide 2 und dann LSV 6 über den Tabellenletzten TSV Trittau. Die Turaner konnten eigentlich nur am ersten Brett recht gut gegenhalten. Schaute man sich so den Spielverlauf nach und nach an, ging es eigentlich im Wesentlichen darum, hängende Figuren einzusammeln. Zeitweilig sah es so aus, als wenn LSV 6 gegen die Gäste aus Trittau nicht über ein 2:2 hinauskommen würden. Relativ souverän hatten Mohammad Limouchi und Robert Matinyan ihre Punkte nach Hause gebracht. An Brett 4 kam Helene Hellenbroich zu ihrem ersten Verbandsligaeinsatz. Und sie machte ihre Sache sehr gut. Sicherer Aufbau, abgeschlossene Eröffnung. Dann doch ein Qualitätseinsteller, der sich quasi als segensreich erwies. Für diesen Materialverlust bekam sie einen enorm starken Angriff gegen den schwarzen unrochierten König. Nun noch ein Turmzug auf die 7. Reihe und das Matt wäre nicht mehr verhinderbar gewesen. Doch die Finger waren zu schnell und statt des erwähnten Turmzuges folgte ein Figureneinsteller. Schade! Mittlerweile hatte Mattis Jannsen seine Geschütze auf die gegnerische Königstellung ausgerichtet. Allerdings ergab eine Materialdurchzählung, dass in seiner Truppe eine Figur fehlte. Dann aber war das Geschützfeuer doch ausreichend und 1 Zug vor Matt gab sich der Gegner geschlagen.

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In dieser Liga ist der frühere, lange Jahre erfolgreiche, Jugendbundesligist Bargteheider SV mit bisher klaren Siegen das Maß der Dinge. Verfolger sind momentan SV Bad Oldesloe und LSV V, doch iwir denken, die Bargteheider werden das Ding durchziehen und am Ende verbleiben LSV V auf guten (vielleicht auch sehr guten) Mittelplätzen.

LSV 7 macht in der Jugendbezirksliga Ost eine sehr gute Figur. Mit Justus Sommer, Jan Ole Widderich, Frieder Poetzsch-Heffter und Thore Rosin spielt dieses Team bisher relativ konstant zusammen. Besonders die 100 % von Justus und Frieder machen Eindruck. Nach dem 3:1-Erfolg bei TuRa Harksheide 3 liegt man einen Mannschaftspunkt und 1,5 Brettpunkte hinter SV Bad Oldesloe in Lauerstellung. Eine Runde steht noch aus. Der Spitzenreiter wird sich dann mit SF Bad Segeberg 3 (Rang 5) messen, während LSV 7 das Team von SV Bad Schwartau 4 empfängt.

Die Jüngsten, die Eleven sozusagen, kämpfen unter besonderen Turnierbedingungen in der zweigeteilten Jugendkreisklasse (A + B). Die Besonderheit liegt darin, dass in dieser Klasse doppelrundig bei etwas verkürzter Bedenkzeit gespielt wird. Es ist gleichsam das Sprungbrett für höhere Weihen - bei entsprechender Leistung versteht sich. In der A-Gruppe marschieren LSV 8 und LSV 9 quasi im Gleichschritt und liegen hinter  SV Bad Oldesloe 3 auf den Plätzen 2 und 3. Beim VfL Geesthacht war LSV 9 mit 4:0 und 3:1 ebenso erfolgreich wie LSV 10 in der B-Gruppe beim SV Bad Schwartau 7 (2:2, 3:1). Erreichbar für LSV 10 scheint noch der Bronzeplatz zu sein. LSV 8 war am 11.02.18. spielfrei.