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Wir starteten das Unternehmen mit dem A-Team Alva (Glinzner), Alexandra (Mundt) und Anna (Zech) sowie der Berichterstatterin an Brett 3. Außerdem mit Plätzchen für alle – und einer wirklich hervorragenden Marzipantorte von Alexandras Mutter. Unsere Gäste aus Ludwigslust, bzw. deren Gastspielerinnen aus Rostock, starteten mit extra-früh Aufstehen, Kühen auf den Bahngleisen und Schienenersatzverkehr. Vorteil Lübeck?

Während also die eine Hälfte der gegnerischen Mannschaft gestrandet war und die andere Hälfte nicht wusste, wann und wo sie die Vermissten würde aufgabeln können – improvisierten wir erstmal ein Marzipantortenfrühstück. (Stilecht vom Pappteller!) Gegen 10h30 konnte es dann auch schon losgehen. Die Partien ließen sich, so mein Eindruck, zunächst einigermaßen ausgeglichen an. Während bei Alva an 1 ungefähr gar nichts passierte, wurde bei Anna an 4 gemütlich getauscht. Alexandras Gegnerin an Brett 2 allerdings verspekulierte sich bald beim Versuch, einen cleveren Zwischenzug zu machen, erste Qualle (hier sagt man „Quali“, richtig?) für uns. Knapp vor dem 30. Zug endete die Partie mit einem weiteren Einsteller zu unseren Gunsten. Bei mir auf dem Brett ging es ebenfalls wenig besinnlich zu. Während meine Gegnerin mit den weißen Klötzchen zunächst das Zentrum einnahm, wollte ich einfach nur möglichst flink rochieren. Ein kluger Schachzug, zu dem mein Gegenüber in dieser Partie nicht mehr kommen sollte. Nach 14. … Sxd4 hatte ich einen kräftigen Zeitvorsprung – und diese ästhetisch wertvolle Stellung erreicht, die ich recht bald in einen Punkt abwickeln konnte.

FrauenRL

Etwa zu dieser Zeit, es mag auch etwas früher gewesen sein, lehnte Anna nebenan ein Remis-Angebot ab. Und damit lag sie goldrichtig, denn einen Turmtausch später hatte sie ein Endspiel mit 6 gegen 6 Bauern erreicht, wobei sie ihren verbliebenen Springer auf Beutezug schicken konnte, während der gegnerische Läufer nicht so richtig in die Gänge kam. Vielleicht wurde er aber auch nur unsachgemäß bedient, so genau habe ich mir das nicht angesehen. Jedenfalls 3:0 für uns. Und Alva an Brett 1? Einigte sich nach 3 Stunden mit 18 Zügen und gerade mal einem getauschten Springer mit ihrer Gegnerin auf Remis durch Stellungswiederholung. Endstand 3,5:0,5.

Damit bleiben wir über die Feiertage Tabellenführer! Ende Januar geht die Reise weiter, mit einem Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von Harksheide.

Inzwischen in der Landesliga:

Unsere zweite Frauenmannschaft trat unterdessen in Quickborn an. Pechvogel des Tages war Anouk Alscher, die nach dem schnellen Sieg zuletzt gegen Oldesloe, dieses Mal kampflos gewann. Ihre Gegnerin war kurzfristig erkrankt. An Brett 1 hatte Mannschaftsführerin Freja Svane als einzige Lübeckerin eine höhere DWZ aufzuweisen als ihre Gegnerin. Nach eigenen Angaben spielte sie solide, verpasste aber leider die Chance eine Figur zu gewinnen und nahm schließlich in einer für sie leicht schlechteren Stellung ein Remis-Angebot an. Am dritten Brett stellte Marie Gossing einen Turm ein, fuhr dann aber wohl einen starken Angriff. Am Ende, so berichtet Freja, habe es jedoch nicht ganz zum Mattsetzen gereicht. Bleibt Brett 2, wo Antonia Schmidt gut spielte und am Ende in mutmaßlich leicht besserer Stellung ein Remis annahm, um das Unentschieden zu sichern. Endstand also 2:2.

Unser Nachwuchs ist damit weiterhin 2., knapp hinter Holstein Quickborn, die jedoch bereits ein Spiel mehr auf dem Konto haben. Ende Januar ist die neugegründete Mannschaft aus Segeberg zu Gast.

Zahlen zu unserer Regionalliga-Staffel Nord gibt es hier.

Die Geschicke der Landesliga-Mannschaft können hier verfolgt werden:

die dpa-Meldung zum Spieltag gibt es hier: