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So waren wir nur zu siebt und standen acht kampferprobten Ahrensburgern gegenüber, die uns nahezu an jedem Brett 100 DWZ Punkte überlegen waren. Da Lukas sonst immer die Aufstellung geregelt hatte, waren wir mit der Situation etwas überfordert und rutschten alle ein Brett auf, anstatt Brett 1 freizulassen.

Um Punkt 10:00 wurden die Runden freigegeben und wir kämpfen für unseren ersten Mannschaftspunkt. Nach 1,5 Stunden gab mir Knut zu verstehen, dass sein Gegner im nächsten Zug forciert Matt gehen würde und man war sich schon siegessicher. Als sein Gegner schließlich zog, knallte Knut ohne zu zögern mit triumphalen Gesichtsausdruck Dh3 auf das Brett. Sein Gegner machte jedoch keine Anstalten aufzugeben, stattdessen schlug er mit seiner Dame Knuts Turm auf g8 und bot Schach. Dieser Zug wurde ganz „unauffällig“ durch seinen letzten Zug Dd5 vorbereitet. Manchmal stimmt es eben doch „Überlegen macht Überlegen“. Knut musste daher den ersten Punkt an die Gegner abgeben.

Die anderen Stellungen waren noch sehr unklar und keiner besaß einen nennenswerten Vorteil. Jakob war jedoch an einer Stelle etwas unachtsam und musste eine Qualität geben, was schließlich auch zum Verlust der Partie führte. Schade, aber bei 300 DWZ Unterschied kein Drama.

Tristan lieferte sich mit seinem Gegner ein hart umkämpftes Endspiel mit Leichtfigur und Turm. Lange Zeit konnte keiner der beiden einen Vorteil erreichen, doch dann kam der gegnerische Springer in Tristans Stellung und sein eigener Läufer vermochte ihn nicht aufzuhalten. So musste auch Tristan etwas unglücklich die Segel streichen, es war jedoch trotzdem eine spannende Partie.

Ich spielte gegen einen Sizilianer und hatte es geschafft, mir einen starken Angriff auf die gegnerische Rochadestellung aufzubauen. Es fiel mir jedoch schwer, meine gute Stellung auch in einen nennenswerten Vorteil umzumünzen. Schließlich übersah er eine kleine Taktik und ich bekam einen Läufer für zwei Bauern, doch er machte es mir trotz allen nicht leicht die Partie für mich zu entscheiden, da mein König inzwischen auch recht ungeschützt war und er versuchte dies auszunutzen. Er ließ meinen g-Bauern allerdings zu weit nach vorne und ich hatte plötzlich eine Gewinnstellung. Mein Gegner suchte verzweifelt nach einem guten Gegenzug und ließ dabei seine Zeit außer Acht. Damit ging der erste Punkt an Lübeck.

Noch war es möglich, insgesamt ein Unentschieden zu erzielen, dafür müssten aber unsere ersten drei Bretter gegen ihre favorisierten Gegner gewinnen. Dies konnte leider nur teils gelingen: Jalel spielte eine solide Partie, unterschätzte aber im Endspiel den gegnerischen Freibauern und wurde mattgesetzt. Nun konnten Joa und Alexandra das Ergebnis nur noch verschönern. Alexandra sorgte für die Überraschung des Tages. Sie nutzte ihre Bedenkzeit voll aus und wurde mit einer Qualität belohnt. Zu beachten ist, dass ihr Gegner nicht nur 400 DWZ-Punkte mehr aufwies sondern zudem auch deutlich mehr an Erfahrung verfügte Es wurde noch einmal sehr knapp und Alexandra hatte zwischenzeitlich nur noch 10 Sekunden, bevor sie die rettenden 40 Züge erreichen konnte. Am Ende konnte sie ihren Gegner tatsächlich besiegen. Eine sehr starke Leistung!

Kurz darauf einigte sich Joa mit seinem Gegner auf ein faires Remis und das Ergebnis lautete 5,5:2,5.

Leider wieder kein Sieg und aktuell letzter Tabellenplatz. Doch ich bin sicher, wenn Lukas wieder in der nächsten Runde dabei ist, klappt es mit dem ersten Sieg bestimmt. Zum Schluss möchte ich noch bei der Fahrerin Frau Bornholdt für ihr Engagement bedanken.