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Allerlei personelle Probleme waren noch im Vorfeld dieser Begegnung zu lösen. Einige Spieler hatten sich festgespielt, andere hatten gute und nachvollziehbare Gründe als diesen Freitagabend im nordöstlichen Vorort von Lübeck zu verbringen. Immerhin, 6 kampfbereite Spieler waren dann doch bereit, sich diesem Vergleich zu stellen.

In diesem Team auch Matthias Fenski. In den Spielzeiten zuvor war Matthias zwar immer mit gemeldet, doch familiäre und berufliche Gründe ließen seinen Einsatzmal mal um mal scheitern. An diesem Freitag war es aber so weit. Alle Widrigkeiten wurden beseitigt und Matthias hatte seine Premiere in LSV VII an Brett 2.

Unsere Gastgeber traten in etwa mit der erwarteten Besetzung an, lediglich Dieter Boldt wurde vermisst.

Los ging es mit einem relativ schnellen Remis an Brett 6 zwischen Dieter Neumann und Jens Maly. Nicht viel los auf dem Brett - okay. Mehr los war am Nebenbrett (5) zwischen Albert Gruber und Hartmut Kotzer. Eine Unachtsamkeit von Albert führte zum vermeidbaren Bauernverlust. Dieser Nachteil wurde allerdings kompensiert durch einen Freibauern auf der a-Linie und nach einem Qualitätsopfer gesellte sich ein weiterer auf der b-Linie dazu. Gegen dieses Bauernpaar war nichts zu finden und so gingen wir 1,5:0,5 in Führung.

An Brett 3 tat es Wolfgang Clemens gegen Michael Schomann Jens nach. Viel wurde getauscht, Optionen auf beiden Seiten nicht vorhanden - remis.

Lange war dann Ruhe, bis ich das 2:1 beisteuerte. Mein Gegner Jürgen Röhr versuchte mich mit dem Morra-Gambit zu provizieren, wovon ich erstmal die Finger ließ, um nach seinem etwas merkwürdigen 4. Zug (e5) dann doch zuzugreifen. Nach 34 Zügen erreichte ich eine klare Gewinnstellung, die ich in Folge dann beinahe noch fast bis zum Verlust verbaselte. Ein Geschenk im 50. Zug brachte mich zurück auf die Spur und zum Punkt:  

 

Relativ zeitgleich ging es an den beiden ersten Brettern Martin Herrnkind gegen Andreas Hinz resp. Matthias Fenski gegen Thomas Gültzow zu Ende. Martin machte durch sauberes Positionsspiel (nach Materialgewinn warf A. Hinz das Handtuch) seinen fünften Punkt in dieser Spielzeit. Etwas turbulenter ging es am Premierenbrett von Matthias zu, der uns freundlicherweise seine Partie kommentiert zur Verfügung stellte:

Das war es also, 5:1 - ein Sieg, det sicher auch nicht zu hoch ausfiel. Nún sind wir zum x-ten Male Bezirks (B) - Meister. Außer dem Titel gibt es sportlich nicht viel mehr. Ein Aufstieg in die Verbandsliga ist ja wegen der "Sechserregelung" damit nicht verbunden. Immerhin gibt es beim nächsten Bezirkstag eine schöne Schachuhr und nach diesem Kamof gönnten wir uns (zurück im Klubheim) noch ein gepflegtes Championshipbier. Mit 5 aus 5 war Martin unser erfolgreichster Player. Andere standen ihm aber nicht viel nach. Insgesamt 13 Spieler wurden eingesetzt, einige davon wie Ecki Reuß, Manfred Brändle oder Philipp Stülcken nur einmal. Mit 6 Spielen konnte Wolfgang Clemens die meisten Einsätze zeichnen.

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