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Zugegeben, ich habe nicht mitbekommen, ob Nicoles Mehrbauern eher von ihr gewonnen oder eher von ihrer Gegnerin weggepatzt wurden, aber Mut machte es allemal! Gleiches hätte unbedingt für meine Partie an Brett 2 gelten sollen, war ich doch die einzige von uns, die eine höhere DWZ vorweisen konnte als ihre Gegnerin. Dummerweise hatte die sich jedoch vorbereitet. Nur mit Mühe bastelte ich mich aus der Eröffnung heraus – um dann einen Springer einzustellen. Aufgabe kam dennoch nicht in Frage, denn Elke Böttcher an Brett 4 war noch schlechter durch die Eröffnung gekommen war als ich, weshalb bereits eine Null auf der Spielberichtskarte prangte. An Brett 3 mühte sich Alva Glinzner, deren Gegnerin ein wenig zu spät eintraf, ansonsten jedoch nicht viel anbrennen ließ oder zumindest nicht so, dass Alva Profit daraus hätte schlagen können. Stattdessenn verloren wir auch an diesem Brett. 0:2 Rückstand, Verluststellung an Brett 2 schwindende Bedenkzeit – Nicole, die ruhig und besonnen weitergespielt hatte, einem Sieg aber nicht entscheidend näher gekommen war, ging nun auf Nummer sicher und remisierte durch dreimalige Stellungswiederholung. Das Signal für mich, meine Aufgabe nun auch nicht weiter hinauszuzögern. Große Freude bei den Hamburgerinnen, die nun nach einem Jahr wieder in die 2. Bundesliga aufsteigen. Bei uns eher Ernüchterung. Eine unnötige und eine unnötig hohe Niederlage – in der letzten Runde würden wir ausgerechnet gegen HSK 2 noch den Klassenerhalt sichern müssen. So zumindest die Annahme bis zum frühen Abend. Da wurde das 3:0 (!) von Quickborn in Greifswald gemeldet. In der letzten Runde werden sich nun Quickborn und Ludwigslust gegenseitig Punkte wegnehmen, so dass wir vielleicht nicht der lachende, aber immerhin der gerettete Dritte sein werden.

Und die Zweite?

Während wir in Hamburg also 05,-3,5 untergingen, empfing unsere zweite Mannschaft mit Elmshorn den Tabellenletzten der Frauenlandesliga. Vom DWZ-Schnitt her eine durchaus schlagkräftige Truppe, allerdings haben die drei stärksten Spielerinnen in dieser Saison noch nicht am Brett gesessen. Und das änderte sich auch diesmal nicht. Mannschaftsführerin Alexandra Mundt „entschuldigte“ den 4:0-Heimsieg wie folgt: Die Gegnerinnen waren sehr jung und unerfahren (noch über keine DWZ).

An Brett 3 hatte Elisabeth Schönweiler relativ schnell eine Dame mehr und entschied die Partie bald für sich. An Brett 4 gewann Antonia Schmidt zügig eine Leichtfigur, erarbeitete sich dazu noch zwei Freibauern und setze ihre Gegnerin dann Matt. Alexandra, an Brett 1, offenbarte Schwächen im Damengambit – gewann aber trotzdem. Fehlt noch Brett 2. Da wollte eigentlich Freja Svane spielen. Da die Gäste jedoch keine Gegnerin für sie mitgebracht hatten, spielte sie kurzerhand gegen die Jugendmannschaft LSV X, deren Gegner Bad Oldesloe nicht angetreten war, ein kleines Simultan-Match – und gewann 4:0!

Das nächste Spiel der Zweiten: am 05. März in Lübeck gegen SK Johanneum Eppendorf.

Am 26.03. fahren dann die Erste und Zweite zusammen zum HSK.