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Den ersten Punkt jedoch holte Jörg Bohner an Brett 4 – kampflos. Wenig später holte ich an Brett 7 auch schon den zweiten Punkt ein. Ebenfalls ohne großen Kampf. Mein Gegner hatte offenbar nicht seinen besten Tag erwischt, was nach etwas mehr als einer Stunde zu 17. Df7# führte. Ein Start nach Maß, trotzdem fragte Idriz Blaka ordnungsgemäß nach, bevor er an Brett 3 die Hand zur Punkteteilung reichte.

Elke Böttcher an 8 war die nächste, die einen halben Punkt sicherte. Mit einem Bauern mehr in einer irgendwie komischen Stellung. Elke erklärte hierzu, sie habe ja nicht wissen können, ob er nicht doch noch irgendeinen von den ganzen Plänen findet, die sie für ihn gehabt hätte. Haben wir wohl alle schonmal gehabt, so ein Gefühl. Ob Wolfgang Schwerdtfeger die gewinnversprechenden Pläne für seinen Gegner ebenfalls die ganze Zeit gesehen hat, vermag ich nicht zu sagen. Gesichert ist, dass sein Gegner sie nicht gesehen oder zumindest nicht konsequent verfolgt hat. Und so kam es, dass unser Mannschaftsführer nicht nur den massiven Angriff auf seinen Königsflügel unversehrt überstand – vor dem lang rochierten König seines Gegenübers zeigte er auch noch postwendend, wie man es richtig macht. 4:1.

Da die Stellung von Andreas Teska an Brett 1 vielversprechend aussah und bei den anderen beiden auch alles im grünen Bereich war, ist der erste Wagen dann auch schon gleich heim nach Lübeck. Und dann kam es doch noch ein bisschen anders… Zunächst sicherte Peer-Rouven Trede mit seinem Remis an Brett 4 tatsächlich das 4,5. Dann aber verlor der trotz starker Erkältung angetretene Teska – während Hartmut Gabor mit einer Figur weniger durch ZÜ des Gegners noch einen letzten Punkt zum standesgemäßen Endstand beisteuerte. Bargteheide 2,5 Lübeck 5,5 – Tabellenführung verteidigt.

In Gedenken an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Jugendleiter meines Heimatvereins möchte ich zusammenfassen: „Was für ein schöner Schachnachmittag!“

In zwei Wochen empfangen wir Bad Schwartau.