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Sei‘s drum, die Geschichte des heutigen Tages ist schnell erzählt.

An Brett 1 spielte Ullrich Krause gegen Bodnar remis, an Brett 5 musste Ulrich Böttcher sich der Jugend in Person von Artur Oganessjan beugen. Joachim Berger hatte intensiv über die Schottische Eröffnung von Inken Köhler nachzudenken, aber auch hier ergab sich ein Remis. Marco Frohberg wurde zwar in der Eröffnung überrascht, daraus ergab sich allerdings kein Nachteil für ihn, im Gegenteil sah es hier von Anfang an für uns ganz gut aus. Und Marco konnte ausgleichen.

Auch Max Dörp an Brett 8 machte seine Sache von Beginn an gut, er brachte uns in Führung.

Tja, und dann war da noch meine Partie. Auf das Flügelgambit fiel mir ein, dass mir vor Jahren mal jemand erzählt hat, wie man darauf am besten reagiert. Allein mich daran zu erinnern, war schon anstrengend. Jedenfalls hatte ich nach einiger Zeit das Gefühl, dass mein Gegner für seinen geopferten Bauern nicht besonders viel hat. Folgerichtig schaute er mal auf meinem Königsflügel nach, ob ich nicht einzuschüchtern wäre. Dafür gab er noch einen Bauern. Langer Rede kurzer Sinn, in der abgebildeten Stellung nahm ich mit Schwarz in geistiger Umnachtung mit dem Springer f8 den Turm auf h7, obwohl mir eigentlich klar war, dass das ins Auge gehen muss. Irgendwie sah ich in beginnender Zeitnot aber auch nicht mehr so genau, was nach dem eigentlich geplanten Te2: geschehen soll.

 

Sorry Mannschaft, das Ergebnis nehme ich auf meine Kappe.

Ich sorgte also für den Ausgleich zum 3:3.

Heiko Rickert und Detlef Pohl spielten noch.

Heiko hatte einen Haufen Bauern mehr, mußte jedoch einen Läufer hergeben. Es blieben ihm Turm, Läufer und 4 Bauern gegen Turm, 2 Läufer und 1 Bauern von Annika Polert. Leider waren die Bauern nicht so richtig verbunden, Heiko probiert dennoch alles, aber die Partie endete mit einem Remis. Dieses Ende hätte ich auch Detlef gewünscht, aber in einer komplizierten Stellung mit relativ Material auf dem Brett hatte er ein paar kleine positionelle Schwächen. Mit einem Spiel auf diese Schwächen quälte Emily Rosmait ihn gnadenlos. So wurde ihm die Zeit allmählich knapp, aber die Schwächen blieben. So fiel ein Bauer, dann gab er noch die Qualität, es half nichts, am Ende musste er kapitulieren.

So gab es also ein knappes 3,5:4,5 gegen Harksheide. Zumindest ein Punkt hätte…. Hat aber nicht sollen sein. Mal sehen, was der Rest der Saison so bringt, wenn sie im November weitergeht.