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Und das kam so:

Durch das Los „Flensburger SK 2“ waren zunächst einmal unsere Überlegungen, irgendwie taktisch aufzustellen, hinfällig. Wir hatten schließlich keinerlei Ahnung, wer oder was uns erwarten würde. Daran sollte sich auch erstmal nichts ändern, denn bis auf das mutmaßliche Brett 1 der Flensburger ließen unsere Gegner auf sich warten. Mehr als eine halbe Stunde nach Rundenbeginn trudelten die restlichen Jungs dann ein - und stritten erstmal über ihre Aufstellung. Nach einigen verbalen Rangeleien sortierten sich dann aber alle an ihre Bretter und es konnte los- bzw. weitergehen. (Aufgrund eines Missverständnisses hatten wir am ersten Brett versehentlich schonmal angefangen, die Partie wurde dann aber nach wenigen Zügen unterbrochen.)

Bald zeigte sich, dass wir den Flensburgern nicht nur in Sachen Pünktlichkeit und Teamgeist, sondern tatsächlich auch schachlich überlegen waren. Im 11. Zug bahnte ich den Gewinn einer Qualität an, den ersten Punkt aber holte Alexandra an Brett 3, während Andrea an Brett 4 etwas Schwierigkeiten hatte, in die Partie zu finden. Da mein Gegner auf dem Brett keine Lösung fand, versuchte er, mich wenigstens mit einem verwegenen Remisangebot zu beeindrucken. Vergebens, wenig später war auch unser zweiter Punkt in trockenen Tüchern. Derweil schickte sich Andrea an, die eingangs verlorenen Bauern zurückzugewinnen, was ihren jungen Gegner zu einem Remisangebot veranlasste. Andrea nahm freudig an und sicherte uns damit das Weiterkommen. Sehr mannschaftsdienlich, aber wie sich herausstellen sollte auch sehr überflüssig. Erstens hatte sie inzwischen alle Chancen, die Partie auch zu gewinnen und dann war da ja noch Elisabeth. Wie immer heimlich still und leise hatte sie sich einen ansehnlichen Vorteil erspielt, den sie schließlich auch sicher verwandelte. Endergebnis: 3,5-0,5.

Frauenvierer

 

Ergänzung:

Neben diesem Frauenvierer (LSV II) waren noch drei weitere LSV-Teams vor Ort, von denen sich weitere 2 für die nächste Runde qualifizieren konnten: 

LSV I (M. Kololli, Th. Thannheiser, Fred. Svane, F. Schnell) besiegte SF Bad Segeberg 3:1.

LSV III (T.L. Bosselmann, T. Rietschel, K. Kloerss, V. Nassat) besiegte Lauenburger SV II 4:0

LSV IV (J. Silini, K. Maas, Freja Svane, J. Weinell) verlor zwar gegen SV Bad Schwartau letztlich 1:3, lieferte aber mit dem Sieg von Jalel (DWZ 1552 ) über Thomas Schmid (DWZ 2102), das wohl überraschendste Ergebnis dieses Turniertages ab.

Wir wollen dieses "Überraschungsei" unseren Lesern nicht vorenthalten:

Das Gesamtergebnis dieser Runde findet man auf der Homepage des Landesverbandes und auf der Seite der Segeberger Schachfreunde weitere Bilder.

ES