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Wir mussten ohne Thomas, Horst und Rouven auskommen, allerdings standen uns mit Mikhail Schneider und Frank Jankowiak zwei starke Ersatzleute zur Verfügung. Vielen Dank an die beiden!

Das Problem an Segeberg ist aber, dass die Mannschaft durchgängig stark besetzt ist, also anders gesagt keine Schwächen hat.

Das hat sich auch heute wieder durchgesetzt. Selbst so kleine Tricks, wie an Brett 2 nur 7 schwarze Bauern aufstellen, wurden durchschaut.

Die erste Überraschung bestand darin, dass mein Gegner mir eine Eröffnung vorsetzte, die mir irgendwie bekannt vorkam. Woher bloß … ? Irgendwann dämmerte es mir, es war die allen LSV-Mitgliedern wohlbekannte Leib-und-Mageneröffnung von Mr. LSV persönlich selbst! Ede verbreitet damit Furcht und Schrecken und so musste auch ich mir irgendwann einmal etwas dagegen überlegen. Aber ich hatte Mühe, mich daran zu entsinnen. Da ich in der Eröffnung nicht unterging und den Gambitbauern behauptet hatte, hat die Erinnerung wohl ganz gut funktioniert. Es wurde eine muntere Partie, in der Weiß doch noch zum Angriff kam, den ich aber (für meinen Gegner unerwartet) kontern konnte. In beiderseitiger Zeitnot hätten beide besser spielen können, aber im 39. Zug gab mein Gegner mit Weiß auf. Diesen Punkt widme ich Ede.

Das Geschehen an den anderen Brettern konnte ich kaum mitverfolgen. Recht früh mussten Ulrich, Tom und Frank Jankowiak die Segel streichen.

Ein Highlight stellte aus meiner Sicht die Partie von Max dar (Kommentierung in der Partie von mir).

Dazu O-Ton Max: „Vor 27. Lc3 (Was sollte ich machen? 13 min zeigte mir meine Uhr an und ich wusste nicht weiter. Dann rechnete ich an dieser Kombination 27...h4 28.Bxe5 Qf5 29.Bxf6+ Qxf6 30.Qxe7 Qxe7 31.Rxe7 hxg3 und ich habe Material mehr) 28.Bxe5 (Mein Gegner sah mich überrascht an und ohne zu überlegen nahm er meine Dame raus) 28...Rxe4 29.Bxf6+ Kh7 30.Bxe4+ Kh6 31.Bxe7 Qxe7 32.Bf5 Qg7 33.Re6+ („Jetzt habe ich ihn", dachte ich mir. Leider machte mir meine Zeit einen Strich durch die Rechnung. Anstatt diese Partie einfach zu Ende zu spielen, habe ich mir Sachen ausgedacht, die nicht funktionierten.)“

Trotz der Niederlage eine sehr schöne Partie von Max!

Heiko verlor gegen Mirko Neitzel und Mikhail Schneider stand zwar gefühlt besser, aber einigte sich mit seinem Gegner auf Remis.

Tilo hatte auch schwierige Zeiten zu überstehen, erlangte dann aber plötzlich Gegenspiel gegen Wolfgang Dreher und gewann die Qualität. Diesen Vorteil (bei jeweils einem Bauern) spielte er geduldig bis zum Gewinn, Gratulation!

Also: gegen den Tabellenführer (wie auch gegen Turm Kiel) haben wir nicht gewonnen, aber dennoch haben wir einen guten Kampf geliefert. Unsere Gelegenheiten zu punkten kommen in den letzten drei Punktspielen.