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Zunächst einmal die Partie im Schnelldurchlauf bis zur ersten Zeitkontrolle. Der Verlauf war am Anfang typisch für einen Abtauschfranzosen: Weiß holt aus der Eröffnung keinen Vorteil heraus (die ersten 15 Züge) und tauscht dann einige Figuren ab, um zum Remis abzuwickeln (Zug 16-18). Dabei erhält Schwarz auf einmal leichten Vorteil, in diesem Fall die Kontrolle über die offene e-Linie. Unmittelbar danach folgt ein taktischer Fehler (20.Kf1), wonach Schwarz klar besser steht, weil zum Besitz der e-Linie auch noch die Kontrolle über die siebte Reihe kommt (22....Te2). Im Folgenden verteidigt sich Weiß allerdings sehr erfindungsreich und Schwarz begeht einige Ungenauigkeiten (28...Te2 und 30...c6), woraufhin Weiß einen Zug lang die Möglichkeit hat, trotz des schwarzen Mehrbauern eine Remisstellung zu erreichen (34.Dc7). Nachdem er diese Möglichkeit in Zeitnot nicht genutzt hat, entsteht nach dem 43. Zug das von Bernhard in seinem Bericht erwähnte Damenendspiel:

 

Nach weiteren sechs Zügen gab Weiß auf

- aber das soll nicht das Thema dieses Artikels sein. Die Frage ist stattdessen ob Schwarz gewinnt, wenn Weiß im 47.Zug mit dem König nach h1 geht:

 

Fortsetzung folgt...