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Angesichts des Umstandes, dass es noch bis zu vier Streichwertungen geben würde (nur die 8 besten Turniere wurden gewertet), war für reichlich Unklarheit gesorgt. Es war die Stunde der Deuter und Propheten. Der Vorsprung von Hartmut Nehls vor Verfolger Thilo Koop war hauchdünn. Allerdings kamen auch nur diese beiden für Platz 1 noch in Frage. Der Rest des Feldes war punktmäßig zu weit entfernt.

Im Dezemberturnier stellten sich, angesichts der Fleischtöpfe, noch Spieler ein mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. Hatten diese sich in den vergangenen 12 Monaten sehr zurückgehalten und spielten im Dezember ihr erstes oder zweites Turnier der Serie.

Bevor aber das alles sorgfältig ausgerechnet wurde, war erstmal die normale Dezemberausgabe da. Hier fanden sich 17 Spieler ein, die in 9 Runden CH-System (3-Punkte-Regel im Fischer-Modus), die Preisträger ermittelten.

Der Einlauf war dann dann auch nahezu erwartungsgemäß. Thomas Thannheiser siegte knapp vor Martin Kololli und (noch knapper) Dirk Lampe. Dirk war Nr. 1 der Setzliste, verlor aber 3 Partien – davon gleich im Auftakt gegen Frederik Svane!

Sieg also von TT und an Martin ging natürlich dann auch der Jugendpreis Bester Senior im Feld Ulrich Böttcher. Da Horst Mentlein verhindert war, war Ulrichs Hauptkonkurrent Stephan Lübeck, der sich aber an diesem Abend nicht in der gewohnten Blitzform zeigte. Bleibt noch der Median, der (nicht zum ersten Mal in diesem Jahr) eine Beute von Jens Eisheh wurde. Das „Fernduell“ zwischen Thilo Koop und Hartmut Nehls ging ziemlich klar an Thilo mit Rang 4, während Hartmut mit Rang 10 seine schlechteste Platzierung des Jahres bot und lediglich 3 Guthabenpunkte verbuchen konnte. Würde es reichen?

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Rang    Teilnehmer    S   R   V    Punkte    Buchholz
 1   Thannheiser, Thomas    7   1  1    22,0    138,0
 2   Kololli, Martin    6   1  2    19,0    139,0
 3   Lampe, Dirk    6   0  3    18,0    143,0
 4   Koop, Thilo    6   0  3    18,0    142,0
 5   Ehrke, Michael    5   1  3    16,0    137,0
 6   Svane, Frederik    4   3  2    15,0    144,0
 7   Eisheh, Dr. Jens    5   0  4    15,0    115,0
 8   Böttcher, Ulrich    4   2  3    14,0    138,0
 9   Nehls, Hartmut    4   2  3    14,0    092,0
 10   Weiss, Michael    4  1  4    13,0    113,0
 11   Gosch, Stefan    4   1  4    13,0    103,0
 12   Lübeck, Dr. Stephan    4   1  4    13,0    098,0
 13   Rietschel, Tilo    4   0  5    12,0    116,0
 14   Gabor, Hartmut    4   0  5    120    109,0
 15   Svane, Prof. Troels    3   1  5    10,0    106,0
 16   Stomprowski, Eckhard    3   0  6    09,0    091,0
 17   Schwerdtfeger, Wolfgang    1   0  8    03,0    099,0

 Während der Siegerehrung des Dezemberblitz machte sich Thomas Thannheiser daran, die Jahreswertung auszurechnen.

TUSCH! Der Jahressieger 2015 heißt HARTMUT NEHLS! Mit einem einzigen Pünktchen rettete er sich über die Ziellinie. Das nennt man Minimalismus vom Feinsten.

Platz 2 dann an Thilo und der dritte auf dem Treppchen doch noch Stephan Lübeck, obwohl der in 2015 gerade ganze sieben Mal (!) mitgespielt hatte. Doch wenn er dabei war, dann fast immer in der Spitzengruppe. Dreimal (Juni, August, September) sah man ihn als Sieger.

Den Preis als bester Senior bekam Stephan (keine Doppelpreise) allerdings nicht. Den kassierte in Abwesenheit Horst Mentlein. Dessen Punktvorsprung in dieser Kategorie war doch so deutlich, dass es reichte.

Den Jugendpreis hätte Tilo Rietschel kassiert, wenn nicht Martin Kololli aufgetaucht wäre. Dieser nutzte seine Chance, mit nur 2 Turnierteilnahmen, sich diesen Preis zu sichern. Letztlich waren es auf den Plätzen gerade 12 und 13 gerade mal zwei Punkte (29 zu 27) Differenz.

Doch tröstlich für alle zu wissen: Der Preistisch war gut gefüllt und jeder, der an diesem Abend anwesend war und mindestens einmal im Jahr mitgespielt hatte, durfte sich dort bedienen.

Ach ja, der Median wurde ja auch vergeben. Die magische Grenze lag bei DWZ 1700 und endlich mal durfte der Berichtverfasser zugreifen. Dieser war zwar regelmäßig nicht weit vorne zu finden. beherrschte aber die Eichhörnchenmethode. 11mal dabei – das reichte.

39 Teilnehmer nahmen 2015 Platz und es gab neun Monatssieger. Am erfolgreichsten Michael Ehrke, der sich dreimal (Juni, August, September) auf Rang 1 wiederfand. Stephan Lübeck siegte im April und Juli. Je einmal waren erfolgreich Martin Kololli (Januar), Jens Eisheh (Februar), Jonah Krause (März), Jan-Henrik Plackmeyer (Mai), Hartmut Nehls (Oktober), Thilo Koop (November) und Thomas Thannheiser (Dezember). Leider griffen nur 7 Jugendliche in den Wettbewerb ein, wobei sich Tilo Rietschel 9 Beteiligungen am engagiertesten zeigte.

Hier würden wir 2016 gern mehr motivieren. Nur Mut!

Auch die Zahl der Senioren (bisher 7) ist steigerungsfähig.

Beigefügt ist als Anhang das Gesamtergebnis aus 2015. Am 08. Januar 2016 sind alle Karten neu gemischt.

„Macht fort, das Spiel kann beginnen“ (Prolog des Tonio, „Der Bajazzo“)

Hier der Endstand der Jahreswertung: monatsblitz2015.xls und hier noch ein paar schöne Bilder:

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