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Dieser kommt für die U14 leider (aber auch erwartungsgemäß) nicht in Frage. In der heutigen Vormittagsrunde setzte es gegen den Setzlistenachten, Stader SV, mächtig Prügel. Die Truppe von der Unterelbe spielte ihr DWZ-Plus von 350 Punkten voll aus und ließ unsere junge Mannschaft mit dem Ergebnis von 4:0 ziemlich alt aussehen. Sicher, bei dem einen oder anderen wäre möglicherweise ein besseres Ergebnis drin gewesen, aber bei einem Ergebnis von 0:4 sollte man auch nicht zu viel von möglich verpassten Punkten hineiheimsen.

Deshalb kommen wir ohne Umschweife zur U12. Hier hatten sich unsere Jungs auf Platz 2 vorgearbeitet und traf auf den bisher verlustpunktfreien Reideburger SV mit einem DWZ-Schnitt von 1649 der umbestrittene Favorit dieses Schachevents. Also nahmen wir (DWZ 1416) den Kampf auf. Schnell gerieten wir auch an den Brettern 3 und 4 ims Hintertreffen. So hatte es Jalel Silini mit dem romantischen Zweispringespiel im Nachzug zu tun und es kam zu folgender Position.

 

Weiß hatte mittels b4 Springer und Läufer gespießt. Jalel tat sich dafüt am Ta1 gütlich. Leider bekam ihm die Qualität nicht. Die Reaktivierung seiner Dame kostete Zeit, viel Zeit und letzlich auch Material. Schließlich standen auf LSV-Seite hüben (J. Silini) wie drüben (N.-M. Paulsen) je eine Minusfigur im Soll und so lagen wir nach ca. 1 1/2 Stunden 0:2 zurück. Doch da waren ja noch unsere Musketiere Tom-Linus Bosselmann und Tilo Rietschel. Beiden gelang es tatsächlich, nach haarsträubenden Verwicklungen, das Blatt zu wenden. Vielleicht hier und da etwas glücklich, doch Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige!

2:2 also und so konnten wir unsere Ambitionen weiter aufrecht erhalten. Tom-Linus und Tilo "erholten" sich nach dem Essen an der Tischtennisplatte und so ging es in die Nachmittagsrunde.

Hier zeigte die U14, dass sie doch noch Schach spielen können und fertigten Bremen Ost kurzerhand 3:1 ab. Sogar ein 4:0 wäre möglich gewesen. Fabian Schnell hatte seinen Gegner mit einem überraschenden Turmopfer völlig aus der Fassung gebracht. Ein Endspiel mit Mehrfigur für Fabian war die Folge. Leider versäumte er es mehrfach, den gefährlichen Freibauern seines Gegners zu eliminieren. Das ließ unerwarteterweise das Blatt noch zugunsten des Bremers wenden. Neben Knut Kloerss gewannen auch Jakob Weinell und ganz überraschend auch Vitus Nasssat gegen ein für seine Verhältnisse Schwergewicht von 1720 DWZ-Punkte, woran man mal wieder sieht DWZ ist viel aber eben nicht alles. Hier folgt seine Partie.

Bei der U12 hatte der LSV seinen zweiten Rang an Mattnetz Berlin verloren und musste sich nun mit dieser Truppe auseinandersetzen. Der Kampf verlief ähnlich, wie am Vormittag. Relativ schnell gingen die Bretter von L.-M. Paulsen und Kolja Maas verloren. Diesmal aber konnten Tom-Linus und Tilo nicht den Ausgleich schaffen. Tilo saß ein Gegner gegenüber, der bisher auch alles gewonnen hatte. Letztlich endete die  Partie in einem für beide Seiten perspektivlosen Turmendspiel remis. Tom-Linus zeigte aber erneut Zähne und rang nach vielen Stunden Spielzeitseinen Gegner nieder. Gut gemacht, aber dennoch die erste Team-Niederlage.

Hier seine Partie:

Vor der morgigen Schlussrunde führt der Reideburger SV mit 11:1 Punkten vor Mattnetz Berlin 10:2, Hagener SV 8:4, LSV 8:43, HSK, Rochade Göttingen und unserem morgigen Gegner Diogenes Hamburg (alle 7:5). Drücken wir die Daumen, daas es klappt. Über Runde 7 werde ich etwas später (nach meiner Rückkehr nach Lübeck) berichten und dann gibt es auch ein paar Fotos.