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Es ist ein bißchen schwierig einen Wettkampf zu beschreiben, an dem man selbst nicht anwesend war. Eine kleine Unpässlichkeit (pes planus) fesselte mich an die Wohnung und so stütze ich mich auf einige Beobachtungen von Jürgen Erich.

TSV Kücknitz musste auf so starke Leistungsträger wie Jürgen Sterley, Wolfgang Bendlin und Rainer Hinz verzichten. Bei uns fehlten zwar auch Martin Herrnkind und Andreas Richter, doch war die "Ersatzbank" stark genung, um dieses Fehl aufzufangen. Bei unseren Gästen war die Kompensation nicht so einfach und so gab es DWZ-Gefälle von ca 250 Punkten, die schließlich und endlich in ein 5:1-Sieg umgesetzt wurden.

Ecki Reuß und Dieter Boldt machten schnell Remis, danach wurde aber fast an allen Tischen lange gekämpft. Lediglich Michael Weiss kam gegen Michael Röhr zu einem unspektakulären Kurzsieg. Insbesondere Sabrina Kluth machte Jürgen Erich das Leben schwer, doch konnte Jürgen alle Gefahrenklippen umschiffen und schließlich im Königsangriff obsiegen.

Wolfgang Clemens steckte einiges Material in seinen Angriff, doch als dieser versandete bot er Remis. Rein vom Materialwert ein Angebot, das man im Grunde zurückweisen sollte. Doch manchmal ist der Spatz in der Hand vorteilhafter als die Taube auf dem Dach und Hartmut Kotzer akzeptierte die Offerte.

Diese beiden Punkteteilungen war danbn aber auch alles auf der Kücknitzer Habenseite. Besonders schön der Sieg von Dr. Frank Jankowiak über Ulrich Müller zum Themenbereich "offene h-Linie"  

Den Schlusspunkt zu später Stunde lieferte an Brett 2 dann Jan-Henrik Plackmeyer gegen Michael Schomann. Jan-Henrik als Weißer musste ziemlich lange ausharren, verstärkte peu a peu seine vorteilhafte Position bis  für Schwarz nichts mehr ging.

Mit 4 Punkten Vorsprung vor Turm Reinfeld wurde für uns diese Spielzeit abgeschlossen. Ein Verbandsligaaufstieg ist damit zwar nicht verbunden, aber bei der nächsten Bezirksversammlung dürfen wir sicherlich unseren Uhrenbestand ausbauen. Mit 5,5 aus 7 war (trotz des etwas hoperigen Starts) Jan-Henrik Plackmeyer auch bester LSVer. Lediglich Dieter Boldt (TSV Kücknitz) und Georg Berner (SV Bad Schwartau III) waren mit 6 aus 7 etwas erfolgreicher.

Erfreulich und nicht unbedingt erwartet Turm Reinfeld auf 2 mit ihrem Vorkämpfer Torsten Maeder. Auch ein Lichtblick der SC Fehmarn, was sicher auch ein Verdienst von Jan Haserodt ist, der seine Mannschaft auf einen guten fünften Platz führte. Unerwartet hingegen der letzte Platz vom SV Eutin II. Einer Mannschaft die, noch garnicht so lange her, Verbandsliganiveau hatte. Doch hier musste man wohl dem Umstand Tribut zollen, dass man wohl oder über auf Kräfte wie Dr. Thomas Hartwig, Dorit Gehrmann oder auch Konstantin Bornschein verzichten musste.

So brachte die Schlussrunde dann auch keine großen Überraschungen mehr, außer der, dass TSV Travemnünde II dem Vizemeister mit nur 4 Spielern an Bord ein 3:3 abtrotzte - Chapeau!